Für Gäste, die aus einem getakteten mitteleuropäischen Alltag kommen, bildet die Ankunft unserer Pakistan-Reisen in Islamabad eine wahre Flut an Eindrücken. Männer in wehenden traditionellen Gewändern, dem Shalwar Kameez, tropische Temperaturen und der Gesang des Muezzins prägen die ersten Momente. Nach einem kurzen Aufenthalt im modernen Hauptstadt-Flughafen ist der Flug mit der Pakistan International Airlines (PIA) nach Skardu ein besonderes Erlebnis: Kurz vor dem Start (manche Locals sagen schmunzelnd, PIA bedeute „Perhaps it will arrive“) ertönt durch die Lautsprecher ein kurzes Gebet gen Himmel und schon ist man 40 Minuten unterwegs auf einem der wohl unvergesslichsten Bergflüge im Himalaya – mit beeindruckenden Panoramablicken auf die steilen Gebirgswände des 8000ers Nanga Parbat. Setzt man den ersten Fuß auf den Boden unserer Reiseregion Gilgit Baltistan, beginnt eine spannende Reise, die auch im September 2026 einige Überraschungen mit sich brachte.
- Unsere Reisegruppe im September 2026 direkt unter der Rupalflanke des Nanga Parbat
- Am Rakaposhi Basecamp
- Besser spät als nie – Pakistan lädt zum Träumen ein
Nach der Erkundung von Skardu mit einem Besuch des historischen Kharpoche Fort und Blick auf die Lebensader Pakistans, dem Indus, folgte für unsere 11-köpfige Gruppe und mich eine Jeepfahrt über das Deosai Plateau – perfekt zur passiven Akklimatisierung und landschaftlich ein Ort aus einer anderen Welt. Unter einem tiefblauen Himmel begegneten wir zahlreichen Murmeltieren, auch Bären leben auf dieser Hochebene, die auf über 4.000 Meter liegt. Über eine serpentinenreiche Strecke führt der Weg ins Tal von Astore, dem Ausgangspunkt unserer ersten Trekkingtour am Nanga Parbat.
- Flug nach Skardu – Nanga-Parbat-Panorama inklusive
- Das Deosai-Plateau: zweithöchstes Plateau der Erde – mit Murmeltieren und Wolkenkino
- Pakistanische Farbenvielfalt auf dem Karakorum Highway
Die ruhige Südseite des Berges besticht durch ihre freundlichen Bewohner und die malerische Szenerie. Frühstück in der Sonne direkt unter einem 8000er – kaum ein Basecamp ist so einfach zu Fuß zu erreichen und gleichzeitig so eindrucksvoll. Die Rupalflanke zieht sich vom Herrligkoffer Basecamp auf 3.500 Metern fast 4.600 Höhenmeter hinauf zum Hauptgipfel – und bildet damit die höchste Fels- und Eiswand eines 8000ers. Reinhold Messner durchstieg sie erstmalig 1970. 56 Jahre später war er wieder in Pakistan und zufällig wie wir zur gleichen Zeit auf dem Weg zum Rakaposhi Basecamp unterwegs.
- Wandern unter der steilsten Wand eines 8000ers – meist ohne andere Gruppen
- Begegnungen wie hier in Gojal prägen die Reise
- Camping am Rakaposhi Basecamp mit Blick aufs Gletschermeer
Diese zweite Trekkingtour bot mit den ersten Herbstfarben eine ganz andere Kulisse. Das Highlight, die Begehung des Minapin-Gletschers, war für viele Gäste die allererste Wanderung auf einem Gletscher. Die Aussichten vom Diran zum Rakaposhi, die über einen 15 Kilometer langen Grat aus Schnee und Eis miteinander verbunden sind, bilden eine geradezu träumerische Kulisse: Yaks ziehen leichtfüßig und seelenruhig die steilen Hänge herunter, während unser malerisches Camp neben der Seitenmoräne unter dem Rakaposhi (7.788 m) liegt. Frei übersetzt bedeutet sein Name „Shining Wall„, und hier macht der Berg seinem Namen alle Ehre.
- Zu Gast in Hunza – das Shangri La Pakistans
- Begegnung von Mensch und Yak: Rakaposhi Basecamp
- Familiär geführte Unterkünfte mit Ausblick bilden einen wesentlichen Bestandteil der Reise
Wir wechseln die Talseite und fahren von Nagyr nach Hunza, wo uns sofort die Präsenz von Frauen im öffentlichen Leben auffällt. Hunza ist ein faszinierendes ehemaliges Fürstentum, das durch die Ismaeliten und ihre auf Bildung und Gleichberechtigung ausgerichtete Gemeinschaft unter dem Aga Khan eine ganz eigene Prägung erhalten hat. Im oberen Hunzatal, dem Gojal, erwarten uns urige Dörfer und abenteuerliche Hängebrücken, die wir ausprobieren, während wir die umliegende Gletscherwelt erkunden.
Es sind nicht nur die spektakulären Berge, sondern das Gesamterlebnis Pakistan, was den Besucher auf dieser „Einstiegstrekkingreise“ berührt zurücklässt. Mit Humor wird der pakistanische Verkehr von unseren Gästen bestaunt. Teilweise sitzen die Menschen in erstaunlichen Positionen auf, unter oder neben den Fahrzeugen, so dass es dem amüsierten Betrachter fast die Tränen in die Augen treibt. Der verrückte Babusar-Pass, der mittlerweile mit Ziplines und Riesenschaukeln beinahe den Charakter eines Vergnügungsparks angenommen hat, das Tal von Naran mit seinem kuriosen Nachbau des schiefen Turms von Pisa, eine versteckte Bar in Hunza mit wohlverdienten Getränken nach drei besonderen Trekkings oder ein in den Fels gravierter Buddha in Gilgit – all das ergibt ein buntes Bild aus Eindrücken, die sich aus ganz unterschiedlichen Welten zusammensetzen.
- In Karimabad/Hunza erwartet Sie eine eigene Küche und ein liberales Ortsbild
- Panorama des Baltitfort in Karimabad mit Blick auf Ultar 1 und 2, zwei 7000er
- Pakistanische Kuriositäten im Tal von Naran
Das Fundament unserer Reise ist jedoch unser Begleitteam. Unsere jungen Guides aus Hunza, Hassan und Najeeb beeindruckten mit ihrer Menschlichkeit und ihrem Fachwissen. Unser Busfahrer Rashid meisterte die wilden Straßen des Nordens mit einer beeindruckenden Seelenruhe. Und unser Küchenteam Faisal, Sheriyar und Hamid zauberte selbst unter herausfordernden Bedingungen Gerichte auf den Tisch, die nicht nur satt machten, sondern zum kulinarischen i-Tüpfelchen unserer Reise wurden.
Für alle Neugierigen heißt es auch 2027 wieder: Salam Aleikum aus einem der faszinierendsten und noch immer wenig entdeckten Reiseziele Asiens…
Alle Infos: www.schulz-aktiv-reisen.de/PAK01
- Bublimoting (6.000 Meter) zum Sonnenuntergang – Panorama auf der dritten Trekkingtour
- Mit Hassan, Rajid und Najeeb – unser Team vor Ort ist der Schlüssel für eine gelungene Reise
- Gletschererlebnis Rakaposhi Basecamp: spannendes Neuland für viele Gäste
P.S.: Neben unserer oben beschriebenen moderaten Einstiegsreise nach Nordpakistan finden auch Trekking-Enthusiasten mit unserer K2-Tour eine anspruchsvolle Alternative, die im Sommer 2027 vom Himalaya-Experten Tobias Pantel geleitet wird.
Alle Infos: www.schulz-aktiv-reisen.de/PAK02
Tel. +49 (0)351 266 25-76
markus.protze@schulz-aktiv-reisen.de
























































































