Unsere Reiseleiter plaudern aus dem Nähkästchen: Radu

Hallo Radu, weißt du noch, wie und wann du schulz aktiv reisen kennengelernt hast?

Na klar: das war im Monat August 1994, als auf unserer Zelt-Trekkingtour im Retezat-Gebirge, mit einer Gruppe von 6 Gästen insgesamt, ein Gast von Schulz mit dabei war  (- oder sogar zwei, da weiß ich es leider nicht mehr so genau).

Würdest du für uns aus deinem Reiseleiter-„Nähkästchen“ plaudern und uns eine lustige Begebenheit erzählen, die dir in deinem Reiseleiterleben widerfahren ist?

Ohoooo, da könnten wir „3 Tage und 3 Nächte“ erzählen… da es auf unseren Touren meistens lustig zugeht ! 😊  Nun, eine davon: vor mehreren Jahren, auf einer Wintertour (Tourenski) standen wir (d.h. die gesamte Gruppe, mein Kollege und ich) oben auf den Gipfel, ganz stolz und glücklich, und freuten uns des Lebens … 😊. Nach so viel „Gipfelerfolg“, Lachen, Freude und gute Laune bereiteten wir uns letztendlich auf die Abfahrt vor (ca. 600 Hm). Es war bester Pulverschnee – d.h. genau das was ein Tourenskifahrer sich fuer eine solche Abfahrt so wünscht. Nachdem mein Kollege und ich die letzten Anweisungen bez. Streckenverlauf und Treffpunkt gegeben hatten, legte ich „gierig“ und voller Elan los. GANZ TOLLE Abfahrt, und fuer alle ein absolut voller Genuss !! Nachdem alle Gäste unten waren, und die gesamte Gruppe wieder kompakt im Blickfeld, fragte mich einer der Gäste etwas rhetorisch: „Radu, aber wo ist denn dein Rucksack?“ In wenigen Sekunden brach ein allgemeines Gelächter aus: mein Rucksack blieb nämlich auf den Gipfel 😊  Von zu viel guter Laune und „akuter Abfahrtsgier“ hatte ich ihn einfach oben liegen gelassen. Ich lache auch heute noch… 😊

Eine dritte und letzte Frage: Welchen ganz privaten Reisetraum hast du, was möchtest du am liebsten noch sehen und erleben?

Tja… schwer zu sagen. Sicherlich, bedingt durch die Tatsache, dass wir aus solchen Länder bis vor nicht zu langer Zeit de facto gar nicht reisen konnten/durften, haben wir noch sehr wenig von der Welt gesehen. Auf der anderen Seite ist es auch heute noch für die meisten von uns eine finanzielle Hürde, so viel reisen zu können wie wir es uns gerne wünschen würden. Demzufolge freue ich mich eigentlich an jedem Eck dieser Welt den ich „neu entdecken“ darf, auch wenn dieser gar nicht so weit weg von meiner Heimat liegt. Hauptsache, man öffnet seine Sinne und ist stets bereit, sich auf neue Reiseerlebnisse einzustellen und „dem Besonderen auf der Spur“ zu sein – ganz egal wohin die Reise führt! In diesem Sinne erfüllt sich ein Traum mit jeder neuen Reise … 😊

Unsere Reiseleiter plaudern aus dem Nähkästchen: Irene

Seit über 30 Jahren ist sie begeisterte Flugbegleiterin und somit unterwegs in den Großstädten vieler Länder. Seit 2006 hat sie das Wüstenfieber nun schon fest im Griff, und aus der ursprünglichen Idee „einmal unter freiem Himmel in der Wüste zu übernachten“ wurden jährliche Reisen in den Süden von Algerien in die Gegend um Djanet und Tamanrasset.

Hallo Irene, weißt du noch, wie und wann du schulz aktiv reisen kennengelernt hast?

Ich habe schulz aktiv reisen über die algerische Partneragentur kennengelernt. Nachdem ich zu diesem Zeitpunkt schon über 10 Jahre regelmäßig im Süden von Algerien unterwegs war, wurde ich schulz aktiv als Reiseleiterin empfohlen und durfte das erste Mal im Dezember 2019, über Weihnachten und Silvester, eine Gruppe durch mein Lieblingsgebiet das „Tardrat“ führen.

Würdest du für uns aus deinem Reiseleiter-„Nähkästchen“ plaudern und uns eine lustige Begebenheit erzählen, die dir in deinem Reiseleiterleben widerfahren ist?

Bei nur zwei Reisen gibt es jetzt leider noch keine erzählenswerte lustige Begebenheit. Die Februar Gruppe war insofern sehr, sehr spannend, als das ich zwei Mädchen im Alter von 10 und 13 Jahren dabei hatte. Es hat einen riesen Spaß gemacht ihnen die Wüste mit all ihren Facetten nahe zu bringen und vor allem zu beobachten wie die beiden alles wie ein Schwamm aufsaugten, niederschrieben und – wie mir ihre Mutter viel später schrieb – auch Monate später noch mit Begeisterung weiter erzählten. Überhaupt habe ich in beiden Gruppen viele sehr nette Bekanntschaften gemacht, habe teilweise heute noch Kontakt zu ihnen und freue mich auf die nächste Gruppe im Oktober 2021 – inshallah

Eine dritte und letzte Frage: Welchen ganz privaten Reisetraum hast du, was möchtest du am liebsten noch sehen und erleben?

Oh da brauche nicht lange nachdenken 😉 Der größte Reisetraum von mir wären die Galapagosinseln – am liebsten mit Rucksack, Zelt und viel, viel Zeit zum fotografieren.

Unsere Reiseleiter plaudern aus dem Nähkästchen: Mehmet

Hallo Mehmet, weißt du noch, wie und wann du schulz aktiv reisen kennengelernt hast?

Ja, das war vor 7 Jahren, glaube ich. Ich war auf der ITB-Messe in Berlin. Nachdem ich vormittags einige Gespräche mit Partnern geführt hatte und mir gerade eine Kaffeepause gönnen wollte, lief mir Frank mit einer „schulz aktiv“-Weste über den Weg. Sofort funkte es bei mir. Ich bin ihm hinterher und sagte:“ Hallo Frank Schulz“. Frank drehte sich verwundert um und lachte wie immer. Ich stellte mich kurz vor und fragte ihn ob er Zeit hätte für einen Kaffee mit mir. Nach diesem glücklichen Zufall lud mich Frank, großherzig wie er ist, nach Dresden zu seiner Messe ein. Seitdem trinken wir öfters mal einen Kaffee zusammen.

Würdest du für uns aus deinem Reiseleiter-„Nähkästchen“ plaudern und uns eine lustige Begebenheit erzählen, die dir in deinem Reiseleiterleben widerfahren ist?

Es war bei einer Kappadokien-Reise in der Zentraltürkei in der unterirdischen Stadt Kaymakli. Nachdem ich die Eintrittstickets verteilt hatte, mahnte ich die Gruppe, zusammenzubleiben und auf die Köpfe aufzupassen. Langsam zwängten wir uns durch die Maulwurfsgänge ins Zentrum des Labyrinths. An einer Kreuzung begann ich über die Funktion der Räumlichkeiten zu informieren. Währenddessen wurden wir von einer anderen Gruppe überrannt. Schon war es wie in Mekka, ein Drunter und Drüber und ein einziges Durcheinander. Höchste Zeit für die Flucht, dachte ich und rief: „Meine Gruppe bitte mir folgen, es geht weiter.“ Und so machten wir uns davon. Wieder an der frischen Luft angekommen, rief ein Gast mit erhobenen Händen gegen den Himmel, als wollte er Allah ein Danke sagen für die Rettung, aber nein: „Meine Frau ist weg … meine Frau ist weg!“ Ich wusste nicht ob er es aus Freude oder Sorge sagte … Ich beruhigte den Gast und erklärte ihm, dass jeder, der da rein gegangen ist, hier aus dem einzigen Ausgang auch wieder heraus muss. Und schon kam auch die andere Gruppe heraus. Der Gast rief erleichtert seiner Frau zu: „Beate hier bin ich, hallo, hieeeer“, und Beate schaute mit großen Augen ihren Mann an, und dann musterte sie den Mann vor ihr, der zufällig auch eine grüne Wanderjacke trug wie ihr Ehemann. Und so musste sie lachen und wir mit.

Eine dritte und letzte Frage: Welchen ganz privaten Reisetraum hast du, was möchtest du am liebsten noch sehen und erleben?

Ich bin gerade dabei, einen historischen Wanderweg in der Türkei auszuarbeiten, und zwar den Alexander-Weg, der nach Alexander dem Großen benannt ist. Syrien und Ägypten habe ich schon hinter mir. Meine Wunschreise wäre von Anatolien aus über Persien, Afghanistan und Turkestan nach Panjap in Indien fortzusetzen. Ich weiß, dass alles auf einmal nicht machbar ist, aber ich träume von den vielen Völkern und ihrer Musik, Kultur und Küche. Es wäre für mich ein großer Kräuterladen verschiedener Aromen und ich muss für meine Küche etwas mitnehmen.

 

Social Media – Einblicke, Inspiration und Austausch

Der Katalog zum Stöbern sowie die Messen und unsere Events zum  Austauschen und Beraten waren und sind auch in Zukunft unsere Wege, die zu Ihnen führen – und Sie schließlich auf die besondere Spur unserer Reisen. Doch zusätzlich wollen wir Sie einladen, uns auch auf den Onlineplattformen Facebook oder Instagram zu besuchen – um sich hin und wieder von neuen Reiseangeboten inspirieren zu lassen oder Eindrücke aus der vielfältigen Reisewelt zu erhalten. Ganz aktuell ist die Post-Serie mit unseren Reiseleitern rund um den Globus. Dabei plaudern sie aus dem Nähkästchen und  berichten u.a. von amüsanten Anekdoten aus ihrer Reiseleiter-Vergangenheit. Jeden Mittwoch teilen wir eines unserer ganz persönlichen Lieblingsbilder, ein Moment, um in die Ferne zu schweifen und in Erinnerungen zu schwelgen. Besonders in der heute schnelllebigen Zeit bietet die Social-Media-Welt eine direkte Möglichkeit der Kommunikation: aktuell und auf den Punkt. Nahbar und authentisch lassen wir Sie an unserer Reisewelt teilhaben und gewähren Einblicke hinter die Kulissen von schulz aktiv reisen.

Schauen Sie vorbei und folgen Sie uns!

Wandern im Naturjuwel Zittauer Gebirge und Oberlausitzer Bergland

Bei dieser vielseitigen Wanderwoche durch rauschende Wälder und über die Höhen des Oberlausitzer Berglandes lernen Sie ein ganz besonders idyllisches Naturparadies kennen, das auf einer Höhe von 300 bis 750 m gelegen ist und mit seinen granitenen Bergrücken, vulkanischen Kuppen und malerischen Tälern verzaubert. Die versteckten Winkel des Lausitzer und des Zittauer Gebirge hingegen werden Sie mit ihren wundersam geformten und fantasieanregenden Sandsteinfelsen faszinieren. Und obwohl das kleinste Mittelgebirge Deutschlands, zählt das Zittauer Gebirge wohl zu seinen schönsten.

Unterwegs auf wildromantischen Wald- und Stufenwegen und über felsige Steige, durch beeindruckende, bizarre Felsformationen sowie über sanfte Höhenzüge und Aussichtsfelsen erleben Sie während sechs abwechslungsreichen Wandertagen die Reize dieser beeindruckenden Landschaftsvielfalt. Einige der Höhepunkte Ihrer Reise sind die Jonsdorfer Felsenstadt, der Oybiner Berg mit seiner romantischen Burg und Klosterruine und die höchsten Berge der Region (u. a. die 793 m hohe Lausche und der 750 m hohe Hochwald), von denen sich atemberaubende Fernblicke bis hin ins Isergebirge und ins Riesengebirge bieten.

Ihr Standort für die Woche ist das privat geführte Berghaus Ihres Wanderführers. Von hier haben Sie nur kurze Transfers in alle Wandergebiete. Ein besonderes Highlight ist die Fahrt in der meist noch mit Dampf betriebenen Schmalspurbahn zum Kurort Oybin, einem Ihrer Wanderausgangspunkte. Nach den erlebnisreichen Wanderungen können Sie den Tag in dem parkähnlichen Anwesen Ihrer Unterkunft in geselliger Runde ausklingen lassen. Für gemütliche Abende steht Ihnen zudem ein Gemeinschaftsraum zur Verfügung. Das Berghaus „Kottmarschenke“ ist bereits seit 1732 ein Ort Oberlausitzer Gastlichkeit. Das Traditionshaus liegt direkt im Landschaftsschutzgebiet Kottmar auf 450 m Höhe.

Ihren Wanderleiter Jens Schlotzhauer kennt der eine oder andere von Ihnen vielleicht von unserer Neuseelandreise. 2020 traf er die Entscheidung, seinen Lebensmittelpunkt wieder nach Deutschland zu verlegen. Seitdem betreibt er zusammen mit seiner Frau Mandy das Berghaus Kottmarschenke, um von dort mit unseren Wandergruppen zu neuen Zielen aufzubrechen … immer „dem Besonderen auf der Spur“!

Alle acht Reisetermine werden bereits ab einem Teilnehmer garantiert:

02.05. – 09.05.2021 *
23.05. – 30.05.2021
30.05. – 06.06.2021 *
13.06. – 20.06.2021
05.09. – 12.09.2021
12.09. – 19.09.2021 *
03.10. – 10.10.2021
17.10. – 24.10.2021
* kombinierbar mit unserer Wanderreise in der Sächsischen Schweiz (www.schulz-aktiv-reisen.de/DEU66)

Weitere Details zur Reise unter: www.schulz-aktiv-reisen.de/DEU67

Letzte Wildnis Europas: unsere neue Trekking-Reise in Schwedisch-Lappland

„Nur ein kleiner, unbedeutender Punkt in dieser fantastischen Landschaft, die in alle Richtungen unendlich groß zu sein scheint …“

Dieses Zitat aus dem Bildband „Mitt Lappland“ von Sven Hörnell verdeutlicht sehr treffend den markanten Charakter Lapplands: Unendliche Weiten, am Horizont eine Herde Rentiere und vor den Füßen die schnörkellosen Holzbohlen, die den Weg markieren – das ist der Kungsleden. Fast 440 Kilometer zieht sich Schwedens bekanntester Fernwanderweg von Abisko am nördlichen Polarkreis bis nach Hemavan im Süden und kreuzt dabei unter anderem Europas ältesten Nationalpark, den Sarek.

Ich selbst habe im Sommer 2007 in Schwedisch Lappland meine erste große Trekkingtour gemacht und bin dabei den nördlichsten Teil des Kungsleden von Abisko nach Nikkaluokta gelaufen, die mit der Besteigung des höchsten Berges von Schweden, dem Kebnekaise, gekrönt wurde. Wer hier unterwegs ist, findet seinen inneren Frieden, Ruhe, Abgeschiedenheit und pure Natur. In den Sommermonaten zwischen Juni und August geht die Sonne (fast) nicht unter und bietet gerade in den Dämmerungszeiten stundenlange Lichtspektakel. Ein Traum für Fotografen und Liebhaber des Hohen Nordens!

Unsere neue Reise führt Sie in eine Region, die vom Massentourismus in Lappland noch verschont geblieben ist. Auf stillen Etappen gelangen Sie an die Grenze des Sarek-Nationalparks, wo Sie vom Gipfel des Skierffe einen fabelhaften Blick auf das wilde Rapadalen haben, ein pittoreskes Delta des Flusses Rapaälv. In dieser Wildnis leben noch Bären, Wölfe und Elche.

Jeder Gast trägt auf der Reise sein eigenes Marschgepäck (Verpflegung, Kleidung und Hüttenschlafsack), aber die Anstrengungen werden belohnt durch unvergessliche Naturerlebnisse in einer überwältigenden Natur. Besonders erwähnenswert ist hierbei die fabelhafte handgedörrte Trekkingnahrung unserer Gastgeber, die Ihnen auf der Tour zusätzliche Kräfte verleiht! Übernachtet wird in schlichten Wanderhütten des schwedischen Wanderverbandes, die für müde Knochen teilweise auch den Genuss einer Sauna bieten. Als Basisstation und Kraftort dient unsere gemütliche Husky-Pension nahe Arvidsjaure, die nach Beendigung der Trekkingtour zahlreiche optionale Aktivitäten bietet.

Unser erfahrener Wildnis-Guide Jürg Eugster wird unsere Pilot-Reise vom 02.09. bis 12.09.2021 leiten und die besonderen Winkel Schwedisch Lapplands zeigen!

Unsere Pilot-Reise vom 02.09.–12.09.2021 ist ab sofort buchbar und wir sind guter Dinge, diesen Termin in kleiner Gruppe durchführen zu können. Auch für 2022 sind bereits die Termine ausgeschrieben. Unsere Hausherren Simone und Jürg freuen sich auf Ihr Kommen!

Alle Infos: www.schulz-aktiv-reisen.de/SCH06

Gute Neuigkeiten aus Portugal – unsere Wanderreisen auf dem Festland sind ab Mai wieder möglich

Im Januar hätten wohl selbst wir trotz allem Optimismus gezweifelt, dass das portugiesische Festland schon ab dem Frühjahr wieder bereisbar sein wird. Aber Portugal hat tatsächlich ein kleines Wunder vollbracht und es geschafft mit einem strengen Lockdown die Zahlen drastisch zu senken. Im Moment liegt die 7-Tage-Inzidenz für ganz Portugal bei ca. 30 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner (im Januar war man stellenweise noch bei einer Inzidenz von über 800!), so dass damit für das gesamte Festland die Einstufung als Risikogebiet durch das Robert-Koch-Institut aufgehoben wurde. Damit sind auch unsere beiden Reisen auf dem Festland Die Algarve – Wandern und Genießen am Südwestzipfel Europas und Zu Fuß an der wilden Atlantikküste – Wandern bis zur Algarve ohne Quarantänepflicht bei Rückkehr nach Deutschland wieder durchführbar. Mit schrittweisen und wohlüberlegten Lockerungen plant Portugal nun den Ausstieg aus dem Lockdown, so dass wir uns darauf freuen, schon ab Mai, wenn alles planmäßig läuft, wieder Reisegäste begrüßen zu können.

Wer sich also nach einem Tapetenwechsel sehnt, sich eine frische Brise Atlantikluft um die Nase wehen lassen möchte und bei angenehm warmen Temperaturen die traumhafte Natur an der Costa Vicentina und der Algarve erwandern möchte, der kann schon ab dem 01.05.21 mit unserem Portugal-Kenner Ray Hartung auf Reisen gehen. Er wird die Pilottour unserer neuen einwöchigen Portugal-Reise Zu Fuß an der wilden Atlantikküste – Wandern bis zur Algarve leiten. Ab dem 21.05.21 planen wir dann auch wieder unsere Wanderreise Die Algarve – Wandern und Genießen am Südwestzipfel Europas.

Alle Infos zu unseren Reisen auf dem portugiesischen Festland finden Sie hier:
Zu Fuß an der wilden Atlantikküste – Wandern bis zur Algarve
Die Algarve – Wandern und Genießen am Südwestzipfel Europas

Der Sonnenschein kommt immer nach dem Sturm oder Grüße aus China

„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“ So lautet ein chinesisches Sprichwort, das mir aktuell oft hilft. China war das erste Reiseziel, welches ich wegen Corona im letzten Jahr für meine Gäste absagen musste. Wer hätte Ende Januar 2020 gedacht, dass dies bald jedes Land aus unserem Reisekatalog treffen würde! Nun ist es für mich Alltag geworden, mit meinen Reisegästen über notwendige und mögliche Alternativen zu sprechen. Zum Glück bringen mir diese immer wieder viel Verständnis und Geduld entgegen. Das lässt mich auf jeden Fall positiv nach vorne schauen. Auch wenn wir aktuell keine Reisedurchführung nach China planen: der Kontakt zu meinen Agenturpartnern und Reiseleitern vor Ort findet regelmäßig statt. Wir stehen im Austausch, schenken uns Hoffnung und reden mehr als denn je auch mal über ganz persönliche Dinge des Lebens. So hat die Krise uns Zeit geschenkt, uns noch besser kennenzulernen.

Xu Ning kenne ich nun schon viele Jahre und ich nenne ihn mittlerweile einen guten Freund. Bin ich in China, versuchen wir immer ein Treffen zu organisieren. Schon lange träumen und reden wir davon, eine Reise in die Badain-Jaran-Wüste für unsere schulz-aktiv-Gäste auf die Beine zu stellen. Aktuell haben wir nun Zeit, an diesem besonderen Projekt zu werkeln. Gerne möchte ich Ihnen Xu Ning vorstellen. Er ist ein wandelndes Nordwestchina-Lexikon und keiner konnte mich bisher so vieles lehren über diese einzigartige Region. Was ich besonders an ihm schätze, ist seine Sanftmütigkeit, seine Geduld und sein immerwährender Optimismus. Ich habe ihm ein paar Fragen gestellt, um auch Ihnen ein Stimmungsbild aus China aufzuzeigen. Es ist für mich immer wieder spannend, wie ähnlich unsere Welten doch ticken.

Petra: Xu Ning, ich liebe chinesische Sprichwörter und Weisheiten. Hast du vielleicht ein passendes für unsere Gäste in dieser besonderen Zeit, in der wir uns gerade befinden?
Xu Ning: Ein chinesisches Sprichwort lautet: Yángguāng zǒng zài fēngyǔ hòu. Es bedeutet so viel wie “Der Sonnenschein kommt immer nach dem Sturm.”

Petra: Wie geht es dir ganz allgemein, deiner Familie, deinem Sohn? Sind alle gesund?
Xu Ning: Danke, mir geht es gut. Nur am Anfang letzten Jahres war es mir ein bisschen langweilig zu Hause. Da habe ich aber viele Bücher gelesen und an einer Tai-Chi-Gruppe teilgenommen. Mein Vater ist 79 Jahre alt und macht jeden Morgen Tai-Chi-Übungen. Er lebt mit der Familie meines Bruders zusammen. Vormittags übt er Kalligrafie, holt die beiden Enkelinnen mittags von der Schule und dem Kindergarten ab, spielt nachmittags mit Freunden Majiong und am Abend geht er nochmals spazieren. So ist sein Tag voll und vielfältig geplant. Mein Sohn hat im letzten Juni sein Wirtschaft- und Juristikstudium beendet und begann im letzten September sein Online-Masterstudium für Juristik am King’s College London. Am 12. März ist er nach London geflogen. Dort ist er jetzt in Quarantäne. Er war vorher schon in China zweimal geimpft worden und konnte innerhalb Chinas schon mehrmals wieder reisen. In Lanzhou gibt es schon seit knapp einem Jahr keine Infektionen mehr.

Petra: Was habt ihr das letzte Jahr gemacht ohne Reisegruppen? Konntet ihr die Zeit für euch anderweitig nutzen?
Xu Ning: Im letzten Jahr entstand eine gute Zusammenarbeit mit einer Hochschule. Dort studieren viele ausländische Studenten. Für diese hat die Hochschule zwei Reisen mit uns durchgeführt. Es gab noch einige chinesische Individualtouristen, die wir betreut haben. So haben wir im letzten Jahr doch noch etwas verdienen können. Wir haben unsere Reiseprogramme überarbeitet und erneuert, viel Werbung gemacht und eine neue Domain auf die Beine gestellt. Meine Kollegen haben Arbeiten verrichtet, für die wir sonst wenig Zeit haben: Texte schreiben, viele schöne Fotos und Videos ausarbeiten. Ich selbst möchte noch einen Reiseführer auf Deutsch über die Mogao-Grotten schreiben und habe dafür schon einiges an Unterlagen gesammelt. Wir haben auch Kontakt mit deutschen Vertretungen und Niederlassungen hier in China, deren deutsche Mitarbeiter reisen wollen und Anfragen an uns schicken.

Petra: Hättest du vor einem Jahr gedacht, dass heute die ganze Welt mit dem Virus zu kämpfen hat?
Xu Ning: Nein, das hätte ich nicht für möglich gehalten. Wir hatten unseren Gästen, die im letzten Mai kommen wollten, noch mitgeteilt, dass die Reise stattfindet. Na ja, und nun ist es schon über ein Jahr her, dass wir Gruppen aus Deutschland vom Flughafen abholen konnten.

Petra: Schaust du eher positiv oder doch etwas traurig gestimmt in die Zukunft?
Xu Ning: Ich sehe eher positiv in die Zukunft. Reisen werden die Menschen bestimmt wieder, aber vielleicht auf eine andere Art. Die traditionellen und kleinen Reiseveranstalter und Reisebüros werden sehr wahrscheinlich durch große Konzerne ersetzt, die viel über das Internet machen. Die jungen Leute buchen heutzutage selber Hotels, Flüge, Tickets, Autos und Eintrittskarten. Die kleinen Reisebüros werden zunehmend arbeitslos. Umso wichtiger ist es auch für uns, sich den neuen Kanälen zu öffnen und den Internetauftritt zu stärken.

Petra: Wie würdest du den Umgang der Chinesen mit der Pandemie beschreiben? Bei uns spürt man schon, dass es ein großer Einschnitt in unser aller Leben war und immer noch ist. Man hat den Eindruck, ihr geht mit der Situation routinierter um.
Xu Ning: Bei uns leben die Leute wieder fast ganz normal ihren Alltag. Man trägt Masken in gewissen Bereichen des öffentlichen Lebens und es gibt Kontrollen (Körpertemperatur und Gesundheitscode) am Bahnhof und Flughafen. Es gibt in China nicht so viele Infektionsfälle, außer am Anfang ganz konzentriert in Wuhan, insgesamt bis jetzt 90.115 Fälle in China. Im Verhältnis zu 1.4 Milliarden Gesamtbevölkerung ist es wirklich nicht viel.

Petra: Wenn wir irgendwann wieder in dein Land reisen können, welche Ecken möchtest du uns unbedingt zeigen?
Xu Ning: Wenn ihr wieder nach China reisen könnt, empfehle ich euch natürlich die Seidenstraße und Nordwestchina. Wir sitzen hier in Lanzhou, der Hauptstadt der Provinz Gansu, früher eine wichtige Station auf der alten Seidenstraße und heute wegen der Seidenstraßen-Wirtschaftszone auch sehr bekannt. Hier liegt das religiöse, politische und wirtschaftliche Zentrum von Amdo, einer nordosttibetischen Region. Mongolische Gobi, Sandwüste, Oasenstädte, tibetisches Hochplateau, Ruinen der Chinesischen Mauer, dies alles bietet dem Reisenden einen vielfältigen Eindruck vom ursprünglichen China.

Petra: Welcher ist dein Lieblingsort in China?
Xu Ning: Mein Lieblingsort ist die Wüste Badain Jaran. Sie ist mit einer Gesamtfläche von 48.700 km² die zweitgrößte Wüste Chinas und ein Teil der mongolischen Gobi. Hier existieren noch 144 Seen in unterschiedlicher Größe, Form, Tiefe und Farbe. An einigen der Seen leben noch mongolische Nomadenfamilien mit ihren Tieren. Mitten in der Wüste zwischen zwei Seen steht sogar noch ein lamaistisches Kloster. Die mongolischen Nomaden leben hier noch sehr ursprünglich. Was mich fasziniert, ist die Offenheit der Menschen in dieser Region. Sind die Haustüren geschlossen und die Bewohner außer Haus, wissen die Nachbarn und die Einheimischen alle, wo die Schlüssel zu finden sind. Jeder (auch fremde Passagiere) kann sich die Schlüssel nehmen, die Tür öffnen, sich Wasser vom Brunnen holen, die Küche nutzen und danach wieder alles in Ordnung bringen. Das ist schon sehr besonders.

www.schulz-aktiv-reisen.de/China

Kretas ursprünglicher Osten – Sommer-Special!

Durch die besonderen Umstände der Pandemie werden wir aktiv, um unseren Gästen alternative Reisemöglichkeiten zu bieten. Ein Sommer auf Kreta, da denkt man vor allem an volle Strände und große Hotelanlagen. Ja, sicher gibt es das. Aber nicht dort, wo wir mit Ihnen unterwegs sind. Für Anfang Juni und die zweite Augusthälfte haben wir gemeinsam mit Angela unsere Wanderreise im ursprünglichen Osten sommertauglich umgestaltet, so dass sie auch bei höheren Temperaturen gut machbar ist. Schluchten- und Waldwanderungen bieten den nötigen Schatten und das Meer die wohlverdiente Abkühlung. An einigen Tagen werden wir schon früher unsere Touren starten, und während der warmen Mittagsstunden verweilen Sie an einem schönen schattigen Plätzchen, entweder an einem Strand oder auf einer kühlen Terrasse mit Meerblick, und lassen die Seele baumeln.

Das letzte Jahr hat uns gelehrt flexibel zu sein, und das ist auch bei diesen beiden Sonderterminen gerne erwünscht. Kreta hat so viel zu bieten, und mit Angela als langjähriger Wanderführerin haben Sie eine Reiseleiterin an Ihrer Seite, die immer eine Alternative in petto hat, falls eine Tour nicht machbar sein sollte.

Wenn Sie sommerliche Temperaturen und schattige Wanderungen mögen, mittägliche Rast schätzen und sich aufs Mittelmeer freuen, dann treffen Sie mit dem „Sommer auf Kreta“ die richtige Wahl!

Alle weiteren Infos sowie den Reiseverlauf finden Sie unter:
www.schulz-aktiv-reisen.de/GRL05

Unsere Reiseleiter plaudern aus dem Nähkästchen: Oliver Handler

„Mit über 150 geleiteten Wandergruppen habe ich mein Handwerk gründlich gelernt. Es macht einfach Spaß, die herrlichen Naturlandschaften von São Miguel zu Fuß zu erkunden und mein Wissen über Land & Leute an interessierte Wanderfreunde weiterzugeben.“

Hallo Oliver, weißt Du noch, wie und wann du schulz aktiv reisen kennengelernt hast?
Ja, das muss vor knapp 15 Jahren auf Madeira gewesen sein. Ich lebte damals auf der Blumeninsel und schulz-Chefreiseleiter Ray Hartung schulte mich ein, um Wandergruppen auf Madeira zu führen. Als ich 2011 auf die Azoren übersiedelte, vereinbarte ich mit Frank Schulz, eine neue Reise auf meiner neuen „Heimatinsel“ São Miguel anzubieten. Bei dieser 10-tägigen Tour mit 3 Standorten können Wanderfreunde seit vielen Jahren die größte Azoreninsel ganz intensiv kennenlernen.

Würdest du für uns aus deinem Reiseleiter-„Nähkästchen“ plaudern und uns eine lustige Begebenheit erzählen, die dir in deinem Reiseleiterleben widerfahren ist?
In meiner 20-jährigen Tätigkeit als Guide habe ich unzählige, witzige Situationen erlebt. Einmal war ich mit einer Gruppe auf der zweitkleinsten Azoreninsel Graciosa unterwegs und wir wollten kurz vor dem Abflug noch eine alte Windmühle fotografieren. Während ich mit einem Teil das Wahrzeichen der Insel betrachtete, „verschwanden“ einige Reiseteilnehmer in einen nahegelegenen Keller. Als ich kurz danach dort ankam, hielten meine Gäste bereits Gläser mit Wein in den Händen und der Weinbauer bedankte sich für unser Kommen. Nach kurzer Konversation stellte sich heraus, dass der leicht verwirrte Mann am nächsten Tag seine Goldene Hochzeit feiern wollte und er uns für die zum Fest eingeladenen Freunde hielt. Trotz meiner Erklärungsversuche bestand er darauf, noch zwei weitere Gläschen zu trinken und ich hatte Angst, den Flug mit der Gruppe zu verpassen. Dank unseres Busfahrers, der die Angestellten des Flughafens kannte, „wartete“ der Check-in noch, bis wir angetorkelt kamen und etwa 30 Minuten vor Abflug unser Gepäck eincheckten. Als wir nach einem 20-minüten Flug auf der Nachbarinsel Terceira landeten, waren wir noch immer bedüselt und am Lachen ob dieser unvergesslichen Begegnung.

Eine dritte und letzte Frage: Welchen ganz privaten Reisetraum hast du, was möchtest du am liebsten noch sehen und erleben?
Da ich neben dem Leben auf Inseln auch das Meer liebe, reizt mich der Atlantik und ich habe auch schon mehrere Segelwochen zwischen den Inseln gemacht. Da die Azoren gemeinsam mit Madeira, den Kanaren und Kapverden zu den makaronesischen Inseln gehören, würde mich ein Segeltörn zu diesen 4 Archipelen sehr reizen.

Unsere Reiseleiter plaudern aus dem Nähkästchen: Sara Strecker

In München aufgewachsen, absolvierte Sara eine Ausbildung zur Tourismuskauffrau. Schnell spürte sie, sie wollte näher am Geschehen sein. Allein reiste Sara durch Indien und trampte durch halb Europa, bis sie sich in Spanien verliebte und blieb.

Hallo Sara, weißt Du noch, wie und wann du schulz aktiv reisen kennengelernt hast?

Das ist erst 2017 passiert, ich bin sozusagen der Welpe im Schulz-Rudel. Wir suchten nach einem Partner für unser unbekanntes Aitana Gebirge und fanden just die Agentur, die dem Besonderen auf der Spur ist.

Würdest Du für uns aus deinem Reiseleiter „Nähkästchen“ plaudern und uns eine lustige Begebenheit erzählen, die Dir in Deinem Reiseleiterleben widerfahren ist?

Das ist mir auf meiner ersten Reise passiert, ich war natürlich super nervös. Beim Frühstück stand ich mit meiner Tasse Kaffee in der Hand bei meiner Gruppe als mich jemand nach der Uhrzeit fragte. Ohne weiter zu überlegen drehte ich meine Hand um, um auf die Uhr zu schauen und kippte meinen ganzen Kaffee über die Beine. Keiner der Gruppe konnte mir den Tag in die Augen zu schauen, ohne loszubrüllen. Auf der selben Reise sagte ich auch ‚Ich bin doch nicht blöd!“ und wollte mir an die Stirn tippen und stach mir volle Kanne mit dem Finger ins Auge. Damit ging auch der letzte Funken Respekt flöten..

Eine dritte und letzte Frage: Welchen ganz privaten Reisetraum hast Du, was möchtest Du am liebsten noch sehen und erleben?

Besonders Südamerika hat eine Anziehung auf mich, die Menschen und ihre Philosophie. Und dann natürlich all die Schulz Reiseleiter in ihrer Heimat, Mehmet in der Türkei, Basti in Bolivien, Seddik in der Wüste, Ivan in Russland.

Unsere Reiseleiter plaudern aus dem Nähkästchen: Marin Beli

Marin liebt seine Heimat, kennt ihre Geschichte gut und setzt sich mit aktuellen politischen Themen auseinander. Beim Reisen packt er oft seine Gitarre aus und lässt die Abende mit seiner angenehmen Stimme harmonisch ausklingen.

Hallo Marin, weißt Du noch, wie und wann du schulz aktiv reisen kennengelernt hast?

Ja, das ist 2008 gewesen. Ich war gerade mit meinem Studium der Germanistik fertig. Reisen lag mir immer im Blut, daher wollte ich meine Leidenschaft auch beruflich ausüben. Eine meiner Freundinnen arbeitete damals bei einem albanischen Reiseveranstalter, der mit schulz aktiv zusammenarbeitete. Sie suchten einen deutschsprachigen Reiseleiter. So fing ich an als Reiseleiter zu arbeiten, erhielt meine erste Schulzgruppe und genau da fand ich mein neues Zuhause:-).

Würdest Du für uns aus deinem Reiseleiter „Nähkästchen“ plaudern und uns eine lustige Begebenheit erzählen, die Dir in Deinem Reiseleiterleben widerfahren ist?

Ah, es sind so viele, dass man Schwierigkeiten hat eine auszuwählen.
Im Bus hören wir gerne Musik. Es war damals eine Gruppe, denen die Musik sehr gut gefallen hat. Wir haben sogar eines der Lieder auswendig gelernt. Als wir nach ca. 6 Tagen nach Saranda (eine kleine Stadt im Südalbanien) kamen, sahen wir überall Konzert-Poster unserer Lieblingssängerin. Ich habe Karten arrangiert und wir haben sie durch diesen schönen Zufall noch live gesehen. Wir habe die Reise „Hopa Hopa“-Reise genannt. Ich erinnere mich an noch ein lustiges Ereignis. Wir übernachteten in einem Berghotel am Logara Nationalpark im Süden des Landes. Wir sind gerade beim Anstoßen aber ein Teilnehmer der Gruppe ist nicht anwesend (den Namen habe ich leider vergessen). Ich habe mir Sorgen gemacht, fand heraus welches sein Zimmer war und klopfte an seiner Tür. Es gab keine Antwort. Da habe ich mir noch mehr Sorgen gemacht und versuchte es mehrmals. Er gab kein Zeichnen von sich. Dann habe ich die Spiderman-Rolle gespielt. Ich bin vom Nachbarbalkon auf seinen geklettert und klopfte nochmals an die Balkontür, es war einfach nichts zu hören. Zum Glück war die Balkontür offen und ich ging rein. Der Gast lag im Bett. Ich hatte mir solche Sorgen um ihn gemacht – bis dahin war es noch nie passiert, dass ein deutscher Gast nicht pünktlich zum Abendessen erschien und nicht vorher absagt – also versuchte ich ihn aufzuwecken. Er wachte dann auch auf. Er war natürlich völlig überrascht und verwirrt und fragte mich: „Was machst du hier? Was ist denn los?“ und ich sage einfach „Abendessen ist fertig!“ (ich wusste nicht so genau was ich sagen sollte, das Ganze zu erklären war für den Moment ziemlich lang…). Dann sagte er: „Du hast mich von so einem schönen erotischen Traum aufgeweckt, ich komme nicht zum Abendessen.“ Das erzählte er natürlich nächsten Morgen allen, wie der Reiseleiter ihm den erotischen Traum zerstört hat. Das war einfach super lustig, menschlich und schön, wie man auf einer Reise fast wie in einer Familie sein kann. In diesem Fall war ich der Neffe und er der (moderne muss ich sagen) junge Opa.

Eine dritte und letzte Frage: Welchen ganz privaten Reisetraum hast Du, was möchtest Du am liebsten noch sehen und erleben?

Ich würde noch mal mit meiner Familie nach Südostasien reisen. Als der Corona-Ausbruch kam, war ich gerade in Indonesien. Ich musste leider meine Reise abbrechen. Ich möchte so gerne die Menschen, die ich dort kennengelernt habe und die mir geholfen haben, noch einmal wieder treffen und natürlich noch mehr von der Region kennenlernen. 

 

Unsere Reiseleiter plaudern aus dem Nähkästchen: Ray Hartung

Ray Hartung – seit mehr als 30 Jahren ist er in den verschiedensten Gebirgen der Welt unterwegs. Als Reiseleiter wird er Ihnen mit seiner Erfahrung und seinen mannigfaltigen Kenntnissen erlebnisreiche Tage bescheren.

Hallo Ray, weißt Du noch, wie und wann du schulz aktiv reisen kennengelernt hast?
Ja, das muss 1997/98 gewesen sein. Frank Schulz suchte einen Reiseleiter für Madeira. Ein gemeinsamer Freund wusste das, hat dabei an mich gedacht und den Kontakt mit Frank hergestellt. Wie man sieht, hat es funktioniert: Ich bin immer noch dabei.

Würdest Du für uns aus deinem Reiseleiter „Nähkästchen“ plaudern und uns eine lustige Begebenheit erzählen, die Dir in Deinem Reiseleiterleben widerfahren ist?
Da gibt es nach so vielen Jahren einige…;-). Okay, nehmen wir eine kurze Geschichte: Wir befinden uns auf Madeira bei einer Levada Wanderung. Es ist ein herrlicher Tag, die Sonne lacht und die Ausblicke sind phantastisch. Während der Tour müssen wir mit Taschenlampen mehrere Tunnel durchqueren. Wir kommen in den zweiten Tunnel, da schimpft und flucht es plötzlich hinter mir – so ein Mist, wieso geht die Lampe denn nicht mehr, die Batterien sind doch neu, vorhin ging das blöde Ding doch noch…ich drehe mich um und stelle fest, dass dieser Herr noch seine Sonnenbrille auf hat und sage zu ihm: dann nimm doch einfach deine Sonnenbrille ab…darüber haben wir sehr gelacht, auch noch Jahre später. 😉

Eine dritte und letzte Frage: Welchen ganz privaten Reisetraum hast Du, was möchtest Du am liebsten noch sehen und erleben?
Oh, das ist nicht so einfach zu beantworten, da gibt es noch ganz, ganz viele Ziele. Aber wenn irgendwie möglich eine Ballonfahrt über Bagan mit meiner Frau steht ganz oben auf der Wunschliste.

 

Eine kubanische Reisestory in Corona-Zeiten

Das Kapitol, Wahrzeichen der Hauptstadt Kubas

Im Januar entschließen sich sechs fernwehgeplagte Reisefreunde, die Chance zu ergreifen, die Kuba zu dieser Zeit bietet: eine Fernreise unter karibischer Sonne ins Land von Fidel Castro, Zigarren und Lebensfreude zu buchen – ohne Rückkehrerquarantäne, denn Kuba ist zu diesem Zeitpunkt kein RKI-Risikogebiet und unterliegt keiner Reisewarnung.

Für die Einreise benötigt man nur eine entsprechende Versicherung, die wir unseren Gästen gern hinzubuchen und einen negativen PCR-Test, den jeder in seinem Umkreis am Donnerstag vor Abreise auch erhielt – der eine beim Hausarzt, der andere in einer Apotheke, der nächste im Testzentrum. Das Ergebnis lag ca. 24 h später vor, und so war es am 13.02.2021 soweit: der Condorflug nach Varadero hob mit unseren sechs negativ getesteten Reisefreunden ab in eine andere Welt.

Bei Einreise nach Kuba wird ebenfalls noch einmal ein Abstrich genommen. Bis zum Eintreffen der Ergebnisse verbringen unsere Reisefreunde die „Quarantäne“ im wunderschönen 4-Sterne-Strandhotel Playa Vista Azul am Traumstrand von Varadero. Nicht, dass Sie jetzt denken, unsere Reisefreunde müssten das Hotelzimmer hüten! Nein, sie dürfen sich im Hotel frei bewegen, den Strand genießen, Wassersportangebote nutzen, einen leckeren ersten Mojito an der Hotelbar trinken … Dank umfangreichem Hygienekonzept und der Anwesenheit von medizinischem Personal (zur Überwachung möglicher Krankheitssymptome) funktionieren die Abläufe vor Ort wunderbar, keiner fühlt sich eingeschränkt. Vom anwesenden medizinischen Personal wird auch das negative Testergebnis bei Einreise übermittelt, und so kann am 3. Tag die Reise wie geplant starten (coronabedingte Änderungen waren vorher mit der Gruppe abgestimmt).

Doch besteht nicht jederzeit die Gefahr, dass Kuba Risikogebiet wird? Was dann? Reiseabbruch? Unbeschwert weiterreisen? Quarantäne auf Kuba? Wir klären auf:
Immer freitags aktualisiert das RKI seine Liste der Risikogebiete. So bewegte sich Kuba schon seit Anfang des Jahres leicht auf die Grenze einer Einstufung als Risikogebiet zu. Zwei Freitage vor Abreise der Gruppe vergingen, zu denen die Inzidenz bei etwas über 50 pro 100.000 Einwohner lag – aber Kuba wurde nicht als Risikogebiet eingestuft. Stete Kommunikation mit unseren Gästen ergab, dass eine eventuelle Quarantäne bei Rückkehr arbeitgeberseitig „schon irgendwie zu händeln“ wäre und sich alle auf die Reise freuen.

Vergangener Freitag: unsere Gruppe stand nach einer wundervollen Erlebnisreise über die Insel kurz vor der geplanten Rückreise nach Deutschland, gab das RKI bekannt, dass mit Wirkung von Sonntag, dem 28.02.2021, 0:00 Uhr Kuba als Risikogebiet gilt. Die verbleibenden Tage konnte unsere Gruppe wie geplant fortsetzen, auch bei der Ausreise aus Kuba gab es keinerlei Probleme. Die verpflichtende Digitale Einreiseanmeldung (DEA) konnten unsere Gäste noch nicht ausfüllen, wurden aber auf ein Ersatzdokument verwiesen, welches sie gemeinsam noch im Hotel ausfüllten und begaben sich dann zum Flughafen.

Unsere Gäste, die nach kubanischer Zeit am Samstag abflogen, hatten am Ende einer sehr gelungenen Reise Glück: Da sie ausreisten, bevor Kuba als Risikogebiet galt, wurde das oben genannte Ersatzdokument bei Einreise nicht eingezogen, sodass sie sich nicht in offizielle Rückkehrer-Quarantäne begeben mussten. Den PCR-Test bei Einreise haben dennoch alle vorgenommen und sich anschließend in Selbstisolation/Homeoffice begeben. Das ist im Hinblick auf ein entspanntes Ankommen und die Verarbeitung eines Jetlags ja auch recht angenehm.

Alles in allem ist es am Ende gut ausgegangen, doch das Beispiel zeigt, dass die Spannung vor, während als auch am Ende einer Reise doch recht groß sein kann. Daraus entwickelt sich die Frage, ob solch eine geringe Inzidenz von 50/100.000 Einwohner die Einstufung als Risikogebiet rechtfertigt – oder ob bei Reisen und einem ohnehin verpflichtenden Test bei Wiedereinreise nach Deutschland der Inzidenzwert für Risikogebiete etwas höher angesetzt werden könnte.

Heute ist die Inzidenz für Kuba schon wieder unter 50 – wird nun am folgenden Freitag der Status als Risikogebiet wieder aberkannt? Wir wissen es nicht, können nur hoffen und kurzfristig reagieren. So wie wir es schon seit Monaten mit unseren Reisegästen handhaben: steter Austausch, offene Kommunikation, Risikobewertung für jeden Einzelfall unter Berücksichtigung der persönlichen Umstände unserer Gäste.

Das abschließende Fazit unserer Kuba-Reisefreunde versprüht Euphorie: die Reise war die Aufregung wert, wäre sogar eine anschließende Quarantäne wert gewesen!

„Wir hatten trotz aller Einschränkungen und Schwierigkeiten eine wunderschöne Reise, die wir in vollen Zügen genossen haben. Wir hätten nicht gedacht, dass das Land so schön ist! Auch wenn wir nicht alles sehen konnten, hat uns das, was wir erlebt haben, überzeugt. Wir müssen auf jeden Fall nochmal wiederkommen! Unsere Reise hat sehr gut geklappt und wir sind 100 % zufrieden mit Hectors Reiseleitung! [… ] er hat sich wirklich perfekt um alles gekümmert, immer ein offenes Ohr für Fragen und Probleme gehabt und alle Schwierigkeiten bestmöglich gemeistert.“

Auch für Mitte März haben wir wieder „mutige“ Reisefreunde; unserer Fahrradreise mit Start am 13.03.2021 steht nichts im Wege. Seien Sie gern mit dabei und buchen Sie spontan Ihre Reise in die erholsame Karibik.

www.schulz-aktiv-reisen.de/CUB08

Mein Leben in Tansania – ein aktueller Bericht

Die Sehnsucht, fremde Länder und Kulturen kennenzulernen, treibt viele Menschen in die Ferne. Meine erste Reise nach Tansania 1996 und die Begegnung mit der Lehrerin Anna Mshana und ihrer Familie hat mein weiteres Leben maßgeblich geprägt. So erlebe ich hier die Gastfreundschaft, Freundlichkeit und Warmherzigkeit der Menschen. Ich werde aber auch mit den Sorgen und Nöten der besonders sozial schwachen Familien konfrontiert, die um blanke Existenz kämpfen müssen. Anfangs hatte ich keinen so richtigen Plan, wollte aber unbedingt helfen! Wie will man es nun nennen? Organisationstalent, Glück, viele gute Freunde – aus anfänglicher spontaner Hilfe ist seit 2010 mit der NGO FRI-SUCODE ein beispielhaftes, effizient strukturiertes und arbeitendes Hilfsprojekt entstanden (Informationen über www.nambala-help.org und neuerdings auch über die Facebook-Gruppe „Nachhaltige Hilfe in Tansania“).

Seit 1. Januar 2021 lebe ich nun für drei Monate hier in Nambala, bei der Familie Mshana und bin in dem afrikanischen Familien-Alltag bestens integriert. Natürlich sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie auch hier in Tansania im öffentlichen Leben und Verhalten der Menschen spürbar. Täglich berichten die staatlichen Fernsehsender (ITV und TBC) hier über die weltweite Ausbreitung des Corona-Virus und über Auswirkungen im Land. Viele Gespräche führe ich mit der Familie Mshana, den Freunden, aber auch mit Reiseveranstaltern zu den täglichen Ereignissen. Obwohl ich in 25 Jahren und inzwischen fast 50 Reisen nach Tansania mit der afrikanischen Lebensart gut vertraut bin, leuchtet mir das Handeln der politischen Verantwortlichen nicht immer ein. Aber von meinen tansanischen Freunden erhalte ich immer erhellende Antworten auf meine Fragen.

In einem Entwicklungsland wie Tansania, wo der Handel und der Warenaustausch existenziell sind, kann der Staat auf die Verbreitung des Corona-Virus nicht mit Lockdown-Maßnahmen, der Schließung von Geschäften, mit Verboten und Zwangsmaßnahmen reagieren. Der Präsident John P. Magufuli, die führenden Kirchenvertreter und Oberhäupter der verschiedenen Glaubensrichtungen appellieren aber zunehmend und unablässig an die Einsicht und (Eigen-)Verantwortung der Menschen, sich selbst und vor allem die Alten und Schwachen vor einer Infektion zu schützen. Dabei wird immer wieder auch auf A/H/M – Abstand, Hygiene und Maske tragen – hingewiesen. Bei Masken reden wir in der Regel von einfachsten Stoffmasken.

Was in den öffentlichen Einrichtungen, wie Hospitälern, Banken und Hotels, bei Geschäften in festen Gebäuden, bei Behörden und Reiseveranstaltern größtenteils funktioniert, ist auf den großen Märkten und im Nah- und Fernbusverkehr kaum umzusetzen. Obwohl es von offizieller Seite keine Angaben zu Corona-Fällen gibt, läuft das öffentliche Leben doch relativ entspannt und unaufgeregt. Es ist aber vermehrt zu beobachten, dass vor allem die Älteren dort Masken immer häufiger tragen. Die Tansanier betrachten das Corona-Virus als eine Krankheit, die wie Malaria, Hepatitis C, HIV, und Tuberkulose nun ihren Alltag mitbestimmen wird.

Der Tourismus ist für Tansania ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, der aktuell auf sehr geringem Niveau, mit den entsprechenden Hygienestandards, auch funktioniert. Was mir persönlich aktuell Kopfschmerzen bereitet, ist die zunehmende Zahl von Individual-Touristen, die nach Tansania reisen, die sich zum Teil wenig an die Hygieneregeln halten (wollen). In den Social-Media-Portalen und Facebook-Gruppen zu Sansibar kommt das immer wieder zum Ausdruck.

Weltweit sind ja nahezu alle Laufveranstaltungen in den letzten 12 Monaten abgesagt worden. Der Kilimanjaro-Marathon hat gerade am 28. Februar 2021 stattgefunden. Der Veranstalter hat gezeigt, dass man auch unter Corona-Bedingungen eine sportliche Massenveranstaltung mit 6.000 Laufteilnehmern und einem wohldurchdachten Hygienekonzept durchführen kann.

Schließen möchte ich meinen vielleicht etwas zu ausführlichen Bericht, da bitte ich aber um Nachsicht, mit der Aussage meines Gastvaters Patrick Mshana (73 Jahre):
„Wenn man in Tansania einen Lockdown nach europäischem Maßstab durchführen würde, die Geschäfte schließen, den Warenaustausch auf Märkten einschränken, den persönlichen Kontakt weitgehend unterbinden, dann würden nicht wenige Menschen so darunter leiden, dass das ihr Todesurteil wäre. Gerade die sozial benachteiligten Menschen kämpfen jeden Tag ums Überleben und leben sprichwörtlich von der Hand in den Mund. Das ist die Realität und gilt ja für die Bevölkerung in den meisten afrikanischen Ländern.“

Biosphärenreservat Rhön – Land der offenen Fernen

Uralte Buchenwälder, dunkle Moore, liebliche Flusstäler und basaltene Bergeshöhen machen das „Land der offenen Fernen“ zu einer der schönsten Mittelgebirgslandschaften Europas. In dieser einzigartigen Natur führt der „HOCHRHÖNER®“, 2010 als Deutschlands schönster Wanderweg ausgezeichnet, über die Ländergrenzen von Thüringen, Hessen und Bayern.

Erleben Sie sechs abwechslungsreiche Wanderetappen auf dem „HOCHRHÖNER®“-Wanderweg zwischen der Kur- und Badestadt Bad Salzungen und dem Kreuzberg, dem mit 928 m dritthöchsten Berg der Rhön, und lernen Sie dabei die verschiedensten Facetten der im Herzen Deutschlands gelegenen Rhön kennen. Auf Ihrem Weg durchstreifen Sie den ältesten Eibenwald Deutschlands und entdecken das Naturbiotop Grünes Band mit allen Sinnen. Als kulturelles Highlight erwartet Sie das geschichtsträchtige Franziskanerkloster Kreuzberg auf dem gleichnamigen Berg.

Ihr Wanderleiter Jens Schlotzauer, der einst in der Rhön zu Hause war, hat das „Land der offenen Fernen“ sozusagen im Blut. Als gebürtiger Rhöner wird er Ihnen neben der einmaligen Landschaft auch das geschichtliche und kulturelle Erbe seiner Heimat näherbringen – informativ, lebendig und spannend. Unterwegs auf den Spuren von Ernest Hemingway erleben Sie keltische Geschichte und erwandern einige der Berge mit herrlicher Aussicht sowie die Hochflächen der Rhön.

Während Ihrer Wanderwoche übernachten Sie in sechs verschiedenen Unterkünften – sowohl in Pensionen oder im Gasthof als auch im 3-Sterne-GARNI-Hotel. Ihre Unterkünfte sind teils traditionsreich sowie familiär und mit viel persönlichem Charme geführt. Sie liegen günstig an den jeweiligen Wanderetappen, wodurch lange Transfers entfallen. Ihr Hauptgepäck wird stets zur nächsten Unterkunft transportiert, so dass Sie mit nur leichtem Tagesgepäck zu Ihren Wanderungen aufbrechen.    

Fernab vom Massentourismus können Sie sich nach den Wanderungen im gemütlichen Ambiente Ihres jeweiligen Tagesziels erholen und Energie für die nächste Wanderetappe sammeln. Bei gutem Wetter bietet häufig ein zur Unterkunft gehöriger Biergarten die Möglichkeit, den Tag in geselliger Runde bei einem guten Rhöner Bier und regionalen Köstlichkeiten ausklingen zu lassen.

Die Reise wird bereits ab zwei bzw. bei einigen Terminen schon ab einem Teilnehmer durchgeführt. Freie Plätze gibt es an folgenden Terminen:

16.05. – 23.05.2021 – Durchführung bereits mit einem Teilnehmer garantiert
06.06. – 13.06.2021
04.07. – 11.07.2021 – Durchführung bereits mit einem Teilnehmer garantiert
01.08. – 08.08.2021
29.08. – 05.09.2021
10.10. – 17.10.2021 – bereits vier gebuchte Teilnehmer; Durchführung gesichert

Weitere Details zur Ihrer Trekking-Reise zwischen Werratal und Hochrhön erhalten Sie unter: http://www.schulz-aktiv-reisen.de/DEU77

Restart Reise-Kneipe in der Dresdner Neustadt am 15.04.2021: Fernwehschmiede, Plattform & Inspiration für Globetrotter

Ich kann mich noch sehr genau an meinen ersten Vortrag in der Reise-Kneipe erinnern – damals Anfang Oktober 2016 als Zuhörer. Der Vortrag von Christine Lickert und Jörg Lehmann über ihre Reise ins Everest-Gebiet auf Umwegen riss die Zuschauer förmlich von den Sitzen. Humorvoll – weltoffen – bildgewaltig. Das Publikum war begeistert und die Neugier auf eine ganz andere Art des Reisens geweckt.

Dann einmal selbst vor 80 Zuschauern zu stehen und über die Kilimanjaro-Reise zu berichten, war nicht weniger abenteuerlich. Mit den eigenen Gästen und einem Bier in der Hand die Reise Revue passieren zu lassen und besondere Momente wieder aufleben zu lassen waren für mich erfüllende Momente, die die eigene Arbeit in ein ganz neues Licht rückten.

Die Art, wohin wir reisen, wie wir unterwegs sind und warum wir reisen – diese drei zentralen Aspekte bilden für mich den Kern, den die Reise-Kneipe in ihrer Vielfalt widerspiegelt: in gemütlicher Atmosphäre Erfahrungen austauschen und aus dem Leben heraus berichten. Bei uns waren Menschen zu Gast, die über einzelne Regionen, Weltreisen, Hilfsprojekte oder aber auch nur über das Gefühl „unterwegs“ zu sein berichtet haben. Immer frei nach dem Motto:

„Einmal im Jahr solltest du einen Ort besuchen, an dem du noch nie zuvor warst.“ (Dalai Lama)

Die Reise-Kneipe bietet hierfür eine Plattform, den Blick über den eigenen Tellerrand zu wagen und sich gedanklich und emotional forttragen zu lassen zum nächsten Reiseziel.

Und auch eine Zeit nach den Corona-Lockdowns wird es geben …
Dafür wollen wir den „Restart“ im Tourismus gemeinsam mit Ihnen planen und laden ein zu unserem schulz aktiv-Reiseabend am Donnerstag, 15.04.2021 unter Leitung von Firmeninhaber Frank Schulz mit dem Schwerpunkt (West-) Europa. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir die Reisemöglichkeiten für den Sommer ausloten und in gemütlicher Runde von unserer Sicht auf perspektivische Ziele für Sommer und Herbst 2021 berichten.  Zudem starten wir wieder die Globetrotter-Vorträge ab Mittwoch, 21.04.2021. Der Restart-Termin in der Reise-Kneipe und der Fortsetzung unserer Globetrotter-Vorträge ist abhängig von den politischen Beschlüssen für die Wiederaufnahme von Veranstaltungen. Wir beobachten die Lage genau und werden mögliche Änderungen auf unserer Website und in den sozialen Netzwerken bekannt geben.

Haben auch Sie eine Traumreise, ein Projekt mit Reisebezug oder ein Reiseziel, das Sie gern einem interessierten Publikum vorstellen möchten? Dann kontaktieren Sie uns gern: info@reise-kneipe.de

Alle Infos: www.reise-kneipe.de

 

 

Trekking in Georgien – geheimnisvolles Juwel im Großen Kaukasus

In den letzten Jahren hat sich ein Reiseziel besonders eindrücklich als „hidden gem“ – geheimnisvolles Juwel – in unserem Portfolio etabliert: Georgien bietet unberührte Natur, vielfältige Kulinarik und faszinierende kulturelle Besonderheiten in Schrift und Architektur. Mystische Berge wie Kasbek, Uschba oder Schchara sind die i-Tüpfelchen eines echten Traum-Reiselandes.

Einige Ortschaften Georgiens haben in den letzten Jahren stark an Popularität gewonnen, aber noch immer gibt es zauberhafte Gebiete abseits der stark frequentierten Wanderwege zu entdecken. Eine davon ist unsere anspruchsvolle Trekkingtour „Entlang des großen Kaukasus in Tuschetien und Chewsuretien“. In 9 Tagen intensiven Trekkings lernen Sie eine Region Georgiens sehr intensiv kennen und gelangen durch uralte Dörfer, in denen Traditionen und Bräuche noch fest verwurzelt sind. Rustikale Übernachtungen im Zelt lassen Sie die entlegenen Dörfer bewusst genießen. Auf den Trekkingetappen ist ein erfahrenes, georgisches Begleitteam an Ihrer Seite, das Sie durch diese wildromantische Gebirgslandschaft begleitet.

Als weniger anspruchsvolle Alternative möchten wir Ihnen unsere Klassiker-Reise „Wandern im Großen Kaukasus“ ans Herz legen. Zahlreiche Wanderungen werden in den beiden bekanntesten Bergregionen Georgiens, Swanetien und Mzechta-Mtianeti (Kasbek), kombiniert und machen diese Reise damit so besonders: Sie verbringen viel Zeit in der herrlichen Natur, unterbrochen durch nur kleine Fahretappen. Sie übernachten in familiären, meist kleinen Unterkünften, wo Ihre Gastgeber Sie mit georgischer Herzlichkeit und Kulinarik erwarten.

Drei Aspekte machen Georgien auch für diesen Sommer besonders attraktiv:

  • Auf unseren Reisen bewegen Sie sich die meiste Zeit in der freien Natur und kommen nur selten mit großen Menschenmassen in Berührung. Auf der Trekkingtour durch Tuschetien und Chewsuretien über mehrere Tage nur im Zelt erleben Sie den Großen Kaukasus hautnah.
  • Unser Partner vor Ort ist bestens auf die örtlichen Hygiene-Bestimmungen vorbereitet und kann auf kurzfristige Änderungen sehr flexibel reagieren. Mit einem umfassenden Netzwerk aus deutschsprechenden Reiseleitern, die ihre Heimat sehr gut kennen, sind wir gut gerüstet für den „Restart“ in Georgien.
  • Direkte Lufthansa-Flüge ab/an München mit attraktiven An-und Abreisezeiten sind per Bahn oder Zubringer-Flug ideal zu erreichen. Gern vermitteln wir Ihre Flüge vom gewünschten Abflugsort.

Abschließend sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass Georgien seine Einreisebestimmungen angepasst hat: Seit 01.02.2021 erlaubt das Land im Kaukasus die uneingeschränkte Einreise auf dem Luftweg für Personen, die vollständig gegen das COVID-19-Virus geimpft sind (2 Impfdosen) und einen entsprechenden Nachweis vorlegen können.

Gleichzeitig gelten in diesem Jahr der Übergangszeit aber auch die üblichen Regelungen (bspw. PCR-Test vor Abreise) für (Noch-) Nichtgeimpfte.
Die Termine für unsere Georgien-Reisen sind auch für 2022 bereits ausgeschrieben.
Gamardschoba – herzlich willkommen!

Alle Infos: www.schulz-aktiv-reisen.de/Georgien

News vom Baikalsee: Tamara und Andrej im Interview

Viele von Ihnen kennen bereits unsere russischen Partner und Reiseleiter Tamara und Andrej – entweder von unseren Reisetagen oder von einer unseren Baikal-Reisen. In einem kurzen Interview erzählen die beiden über ihre aktuelle Lage. Erfreulich zu erfahren war, dass die meisten kulturellen Einrichtungen, Hotels und Restaurants vor ca. zwei Wochen wieder ihre Pforten öffnen durften. Auch die Impfkampagne schreitet voran und wir hoffen sehr, dass unsere kleinen Gruppen bereits im kommenden Sommer nach Russland, u.a. zu Tamara und Andrej, reisen können.

Gerade jetzt ist die beste Saison für die Wintertouren am Baikalsee. Vor einem Jahr hatten unsere Gruppen noch das Glück, das „Wintermärchen Baikal“ selbst zu erleben. Dieses Jahr blieb es unseren Reisenden aus bekannten Gründen leider verwehrt. Wie ist es euch in diesem Winter ergangen?

Tamara: Uns geht es gut. Wir hatten genug Zeit für unsere Projekte und arbeiteten z.B. an unserem Hotel-Restaurant in Listwjanka. Und wir genießen einfach den Winter – laufen Ski und Schlittschuh, sind viel mit Kindern unterwegs. In diesem Winter mussten wir auf russische Touristen umschalten und haben zwei Wandergruppen aus Moskau.

Welche Jahreszeit ist euch am liebsten in eurer Heimat und warum?

Tamara: Für mich persönlich ist Herbst die schönste Jahreszeit. Im September entfaltet die Natur ihre schönste Farbenpracht. Es ist einsam, weil die meisten Touristen schon weg sind. Das Wetter ist perfekt zum Wandern – stabil, warm und sonnig.

Wie würdest du die aktuelle Stimmung in der russischen Provinz, speziell bei euch am Baikalsee, beschreiben? Habt ihr Veränderungen feststellen können?

Tamara: Ich habe keine großen Veränderungen feststellen können. Die russische Provinz ist eigentlich alles außer Moskau :-). Bei uns läuft alles wie immer – zwar mit Maske und all dem, was dazugehört. Ansonsten ist alles ruhig, die Menschen hatten in den letzten Monaten mehr Zeit für sich und das ist auch gut. Familien unternehmen mehr gemeinsam, so gibt es für unser Puppentheater hier keine Karten mehr für die nächsten zwei Monate, alles ausverkauft!

Man sagt, dass jede Krise auch neue Chancen birgt – habt ihr aus der Situation etwas Positives herausziehen können?

Tamara: Nach vielen Jahren im Tourismus haben wir tatsächlich gemerkt, dass wir etwas starr geworden sind. Corona hat uns etwas wachgeschüttelt :-). So haben wir z.B. in den letzten Monaten unsere Internetpräsenz verbessert. Außerdem arbeitet Andrej viel an seinen Kajak-Projekten und akquiriert Publikum, das sich für neue Kindermärchen interessiert. Er hat ja doch neulich selbst ein Kindermärchen „Der König und der Spatz“ geschrieben.

Wie seht ihr die touristische Entwicklung in eurer Region in den nächsten Monaten bzw. Jahren?
Andrej: Die Entwicklung in vielen russischen Regionen geht derzeit hin zu „Sammeltouren“. Diese orientieren sich auf Einheimische, die aus allen Teilen Russlands anreisen. Sie wollen spontan und flexibel bleiben: morgen will ich dorthin und übermorgen dahin. Viele von ihnen sind junge Leute mit knappem Budget. Mittlerweile gibt es für sie am Baikalsee ein breites Angebot, allerdings oft mit wenig Sicherheit.

Was würdet ihr euren ehemaligen oder zukünftigen Gästen bzw. einfach Menschen, die dies lesen, wünschen?
Wir wünschen allen als Erstes natürlich Gesundheit – in diesen Zeiten ist es ausschlaggebend. Und wir wünschen allen Mut zu reisen: Reisen ist nicht gefährlich, nicht zu reisen ist gefährlich! Denn es macht einen starr, unbeweglich und nicht unbedingt schlauer. Bleiben Sie gesund und reisen Sie!

Zu unseren Russland-Reisen

(K)ein Island im Winter

Was tun, wenn zum ersten Mal in fünf Jahren plötzlich keine Winter-Reiseleitung im Terminkalender steht? Diese Frage stellte sich unserer Islandbearbeiter und Reiseleiter Rico Bittner, nachdem feststand, dass unsere erfolgreiche, seit 2018 stets komplett ausgebuchte Reise „Mein Island“ im Winter leider ebenso wie viele andere Reise zuvor pandemiebedingt ausfallen muss.
Was einerseits nach mehr Freizeit klang, bedeutete jedoch auch Potenzial für zunehmend starke Entzugserscheinungen. Immerhin war Rico vier Jahre auf der Insel zu Hause und braucht regelmäßige Aufenthalte in seiner Herzensheimat fast so sehr wie andere die Luft zum Atmen. Die einzig logische Antwort: Trotzdem nach Island reisen!
Die Grundvoraussetzungen dafür waren unter den gegebenen Umständen ideal. Mit gehörigem Abstand zum restlichen Europa ist der Inzidenzwert des Inselstaates auf einem sehr niedrigen Niveau und sind die Einreisemodalitäten mit gewisser Vorausplanung keine große Hürde. Eher im Gegenteil. Zwar muss man zweimal dieses unangenehme „Wie tief kann man so ein Stäbchen eigentlich in die Nase schieben?“-Gefühl über sich ergehen lassen, aber die 5- bis 6-tägige Quarantäne kann bei der richtigen Auswahl einer entsprechenden Unterkunft bereits wie amtlich verordnete Erholung und Entschleunigung wirken. Zumal Spaziergänge erlaubt sind und das Meer in der Regel nie sonderlich weit weg ist.

Winterliche Grüße aus den Bergen Ostislands

War die „Freiheit“ nach dem zweiten positiven Negativ-Bescheid erstmal wieder erlangt, wurde die Zeit auf der geliebten Insel seither intensiv genutzt. So befindet sich u.a. eine neue Reise im Entwurf, welche ab Sommer 2022 schulzig-aktiv einmal rund um die Insel gehen soll. In Vorbereitung dessen gilt es noch etwas Recherche vor Ort zu betreiben: Gästehäuser anschauen und deren Besitzer/Betreiber treffen, ergänzende Ideen sammeln sowie die eine oder andere geplante Wanderung ablaufen. Jetzt fragt man sich vielleicht: ist das noch Freizeit oder schon Arbeitszeit? Völlig egal, denn es ist unumstößlich, dass man sowohl als auch kaum angenehmer und erfüllender gestalten kann. 🙂

Anbei abschließend noch einige frische fotografische Eindrücke aus dem hohen Norden. Doch Vorsicht: diese könnten eventuell ansteckend wirken und ebenso Sehnsucht verursachen bzw. verstärken. 😉