Tiefschnee, Reiseleiterausfall und Krankenhaus: der etwas andere Reisebericht

Am liebsten erzählen wir von perfekten Reiseabläufen: strahlend blauer Himmel, harmonische Gruppen, ein Rucksack voller Glücksmomente. Doch was passiert, wenn eine Reise plötzlich völlig anders verläuft als geplant …? Unsere Trekkingtour Langtang, Helambu und Tamang im November 2025 stand genau unter diesem besonderen – und herausfordernden – Stern.

Schon vor dem Abflug mussten wir gleich mehrere krankheitsbedingte Stornierungen verkraften. Bitter für alle Betroffenen, aber dank guter Reiserücktrittsversicherung zumindest ohne finanzielle Folgen. Acht bergbegeisterte Gäste traten schließlich die Reise an – voller Vorfreude auf unsere bewährte Klassikerroute und mit der sympathischen 8.000er-Bergsteigerin Billi Bierling als Reiseleiterin. Doch bereits am Abflugdatum erreichte uns die nächste Hiobsbotschaft: Billis bester Freund lag im Sterben. Für uns war sofort klar: Menschlichkeit geht vor. Transparenz auch. Billi erklärte der Gruppe offen die Situation, und gemeinsam mit Gästen und dem lokalen Team fanden wir eine Lösung. Die ersten Tage startete die Gruppe mit unserem erfahrenen deutschsprachigen Guide Dambar, während Billi Zeit bekam, Abschied zu nehmen und später zur Gruppe aufzuschließen.

Dann die nächste Prüfung: Schon in der ersten Nacht in Nepal musste Teilnehmer Frank notfallmäßig ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ein Schock für alle! Doch genau hier zeigt sich der Wert eines eingespielten Netzwerks vor Ort: Reiseleiterin Billi und unser langjähriger nepalesischer Partner Sher kümmerten sich unermüdlich um Frank und dessen Frau Rosi: Übersetzungen, Versicherungen, Arztgespräche, Essen, Beistand. Nach der erfolgreichen Operation reiste Billi der Reisegruppe hinterher, während Frank und Rosi sich entschlossen ihren Nepal-Urlaub nicht abzubrechen, sondern umzuplanen. So wollte sich Frank in Kathmandu erholen und Rosi reiste – mutig und gut begleitet – etwas später als Billi der Trekkinggruppe hinterher. Dank der flexiblen Routenführung und dem Organisationstalent Sher war dies möglich. Sher organisierte Träger, Abstimmung und Logistik, während Dambar und Billi aus den Bergen ständig Kontakt hielten. Rosi, die nach über 40 gemeinsamen Reisejahren mit Frank erstmals allein unterwegs war, lernte Trekker aus aller Welt kennen, wuchs über sich hinaus – und erreichte schließlich gemeinsam mit ihrem Träger die Truppe.

Die übrige Gruppe freute sich dann schließlich doch über optimales Wanderwetter und erlebte gemeinsam mit Rosi eine vielfältige Trekkingroute. Besondere Höhepunkte der Tour sind die Besteigungen der 5.000er Tsergo Ri und Surya Peak. Technische einfache Trekkinggipfel, die normalerweise für Teilnehmer mit moderater Fitness und passenden Wetterbedingungen gut zu schaffen sind. Doch diesen Herbst hatte sich der Monsun stark nach hinten verzögert und die hohen Gipfel allesamt unter tiefem Schnee und Eis vergraben. Während den Tsergo Ri (4.984 m) zumindest noch fünf Gäste mit viel Durchhaltevermögen und Umsicht erreichten, bliebt der Surya Peak (5.145 m) dann leider doch allen verwehrt. Sicherheit steht bei uns stets an erster Stelle, weshalb wir uns gemeinsam gegen den vereisten Gipfel entschieden und stattdessen den langen Rückweg ins Kathmandu-Tal auf mehrere Etappen aufteilten, um uns so in Ruhe von der Bergwelt zu verabschieden. Frank wiederum erlebte dank Sher einen ganz anderen, ebenso intensiven Blick auf Nepal: Chitwan-Nationalpark mit Nashörnern, Krokodilen und Vogelwelt, Pokhara mit Blick auf das Annapurna-Massiv, kulturelle Entdeckungen im Kathmandu-Tal – stets bestens umsorgt von unseren nepalesischen Partnern. Sher schloss Frank dabei so sehr in sein Herz, dass er sogar einige Tränen beim Abschied verdrückte.

Am Ende dieser Reise stand kein „perfekter Ablauf“, sondern etwas viel Wertvolleres: Nämlich Vertrauen in unser starkes Team, das flexibel handelt, Verantwortung übernimmt und selbst in Krisen Lösungen findet. Und genau das erfüllt uns immer wieder mit Stolz, zumal wir mit gutem Gewissen behaupten dürfen, dass wir unsere Gäste niemals im Stich lassen. Besonders dann nicht, wenn es darauf ankommt. Und wenn Sie trotz (oder gerade wegen) dieses Reiseberichts weiterlesen möchten, finden Sie hier alle Infos zu unseren Nepalreisen.

Großartige Berge und großartiges Essen: Wandern und Genießen in Georgien

Es gibt Länder, die beeindrucken mit ihrer Landschaft.
Und es gibt Länder, an die man vor allem wegen ihrer Küche zurückdenkt.
Georgien kann beides – und genau daraus ist diese neue Reise entstanden.

Unsere Gäste schwärmen nach Georgien nicht nur von der kaum zu übertreffenden Bergwelt des Kaukasus, sondern ebenso von der Küche, die mit ihrer Vielfalt sogar Frankreich und Italien in den Schatten stellt. Wo Landschaft und Kulinarik gleichermaßen außergewöhnlich sind, lag der Gedanke nahe, beides miteinander zu verbinden.

So ist unsere neue Genussreise durch Georgien entstanden: ausgewählte Wanderungen durch einige der eindrucksvollsten Regionen des Landes – und Zeit zum Eintauchen, Kochen, Probieren und Begegnen.

Wandern dort, wo Georgien besonders ursprünglich ist

An fünf Tagen sind wir zu Fuß unterwegs – auf ausgewählten Routen, die weniger sportlich fordern, sondern Zeit schenken für Ausblicke und das Einatmen der frischen Bergluft.

Tuschetien ist dabei ein besonderes Erlebnis. Hoch oben in den Bergen, nur über den spektakulären Abano-Pass erreichbar, bleibt die Region viele Monate vom Rest der Welt abgeschnitten. Erst im Sommer öffnet sich die Straße wieder, hin zu sattgrünen Hängen, aus denen die typischen Wehrtürme aufragen – jene markanten Türme, die viele von Bildern aus Georgien kennen.

Hier liegen Dörfer wie Dartlo, Kvavlo, Girevi und Parsma. Massentourismus sucht man vergebens: Lage, Klima und Traditionen haben Tuschetien ganz selbstverständlich bewahrt. Wir teilen die Wege mit Hirten, Pferden und Schafen – und oft sonst niemanden.

Unsere Wanderungen führen durch Dörfer, die an ein lebendiges Freilichtmuseum erinnern. Begegnungen ergeben sich beiläufig: Dorfbewohner beim Käseherstellen, beim Melken der Kühe oder beim Holz stapeln.

Naturphänomene, die man so kaum erwartet

Ein ganz anderes Bild zeigt sich im Truso-Tal, das zu den landschaftlichen Höhepunkten der Reise zählt. Nördlich von Stepanzminda gelegen, ist es bekannt für seine geologischen Besonderheiten. Was Sie dort erwartet? Mineralquellen, die den Boden in Gelb- und Orangetöne tauchen und ein leuchtend roter Fluss – ein Naturschauspiel, das weltweit nur an wenigen Orten zu finden ist.

Und dann wäre da noch das Postkartenmotiv, das man selbst erleben muss:

Die Gergeti-Kirche ist eines der bekanntesten Motive Georgiens und ein Besuch darf natürlich nicht fehlen. Sie thront majestätisch auf einem Hügel, während dahinter der Kasbek (5047 m) aufragt. Schon aus der Ferne sieht man seine Gletscher leuchten.

Zeit für Genuss

An den übrigen Tagen tauchen wir tiefer ein. Wir erleben nicht nur die Küche, sondern auch den Alltag der Einheimischen. Auf den Bauernmärkten stapeln sich frische Kräuter, Käse, Nüsse und Obst. Gemeinsam greifen wir zu, kaufen ein und kochen später zusammen.

Dabei falten wir Khinkali, die gefüllten Teigtaschen, zu Beginn (wahrscheinlich) noch etwas unförmig, und stellen Tschurtschela her, eine Spezialität aus Nüssen und eingedicktem Traubensaft, die man später nie wieder als bloßes Souvenir betrachten wird. Beim Besuch einer Winzerfamilie ist eine Kostprobe des georgischen Weins unverzichtbar.

Zwischen Bergwelt, Genuss und… Höhlenstädten 

Und damit noch immer nicht genug: Georgien überrascht nicht nur mit Natur und Küche, sondern auch mit außergewöhnlichen Kulturstätten. Drei Höhlenstädte gibt es im Land – zwei davon liegen auf unserer Route und könnten unterschiedlicher kaum sein.

In Uplisziche wurde eine ganze Stadt aus dem Felsen herausgeschlagen, so angelegt, dass sie von außen kaum zu erkennen ist – Schutz bot nicht eine Mauer, sondern der Stein selbst. Beim Durchschreiten der Anlage öffnen sich immer wieder neue Räume: ein Wohnbereich, ein Weinkeller, ein Theater. Erst beim Rundgang wird das beeindruckende Ausmaß der Felsenstadt spürbar.

Wardsia wirkt wie ihr grünes Gegenstück. Die weitläufige Höhlenanlage schmiegt sich an eine bewachsene Felswand, umgeben von üppiger Vegetation. Zwischen Kapellen, Gängen und Höhlen wachsen Bäume und Sträucher – als hätte die Natur einen Teil der Stadt zurückerobert. Unweigerlich fragt man sich, wie all das ohne moderne Technik entstehen konnte.

Und das Beste: Georgien liegt so nah

Direktflüge gab es bislang ab München und Düsseldorf. Seit diesem Jahr kommen Frankfurt/M. (täglich) und Berlin (zweimal wöchentlich) dazu. Unsere Termine sind perfekt auf die Flugtage abgestimmt, so dass Sie auch von Berlin aus entspannt an- und abreisen können – und in rund vier Stunden im Herzen des Kaukasus sind.

Und wer, wie ich, noch nicht genug von Georgien hat: In nur vier Stunden bringt Sie eine komfortable Zugverbindung von Tbilissi ans Schwarze Meer nach Batumi, eine weitere Facette dieses erstaunlich vielfältigen Landes. Wer Lust auf eine Verlängerung hat, schreibt mir gern oder ruft mich an … ich hätte da noch ein paar Ideen. 😉

Geheimnisvolles Zentralasien – welche Länder kennen Sie schon?

Kirgistan, Usbekistan und Tadschikistan gehören zu jenen Ländern, die neugierige Globetrotter oft erst auf den zweiten Blick entdecken. Zu Unrecht, denn die zentralasiatischen „Stan-Staaten“ überraschen mit einer beeindruckenden Vielfalt an Natur, Geschichte und Kultur. Was mich an Zentralasien fasziniert, lässt sich nicht in Landschaften oder Bauwerke fassen, sondern eher mit dem Gefühl beschreiben, unterwegs etwas Ursprüngliches zu berühren.

Erste Berührungspunkte zu dieser Region hatte ich durch den kirgisischen Schriftsteller Dschingis Aitmatow, der mir die Türen zu einer bis dahin unbekannten Welt öffnete. Seine Werke spiegeln die Traditionen und Kulturen seiner kirgisischen Heimat auf eindrucksvolle und bildhafte Weise wider. Landschaften sind bei ihm mehr als nur Kulisse – sie manifestieren sich als Symbolträger, Charaktere, Spiegel von Seen, Bergen und endlosen Steppen. Durch den packenden literarischen Reisebericht „Sowjetistan“ der norwegischen Schriftstellerin Erika Fatland wurde mein Blick geweitet und bildete die Initialzündung, noch tiefer einzutauchen in die Besonderheiten der geheimnisvollen Länder entlang der historischen Seidenstraße…

So beherbergt Kirgistan mit dem Issyk-Köl-See den zweitgrößten Hochgebirgssee der Welt – nicht umsonst wird er auch das „Meer Kirgistans“ genannt. Uralte Wälder mit seltenen Baumarten wie der mächtigen Schrenk-Fichte prägen das Landschaftsbild im Tian-Shan-Gebirge, während in größeren Höhen ewiges Eis dominiert: Rund vier Prozent der Landesfläche sind von Gletschern bedeckt. Dazu kommen farbenprächtige Canyons und eine faszinierende Vielfalt geologischer Formationen, die das Land zu einem Paradies für Wanderer und Trekkingfreunde machen.

In Usbekistan wiederum schlägt das historische Herz der Region. Der Registan-Platz in Samarkand zählt zu den bedeutendsten islamischen Architekturensembles der Welt, geschmückt mit prächtigen Medressen und kunstvollen Mosaiken. Samarkand selbst blickt auf über 2.500 Jahre Geschichte zurück und gehört damit zu den ältesten dauerhaft bewohnten Städten der Erde. Ein Spaziergang durch die Altstädte von Buchara oder das nahezu vollständig erhaltene Chiva fühlt sich an wie eine Reise in ein Märchen aus „1001 Nacht“ – ein Eintauchen in eine andere Welt und Zeit.

Tadschikistan steht sinnbildlich für eine wilde, kaum gezähmte Hochgebirgswelt. Der legendäre Pamir Highway gilt als Tor zum „Dach der Welt“ und führt durch entlegene Regionen wie den Wachhan-Korridor. Hier eröffnen sich grandiose Panoramen auf den Hindukusch – Landschaften, die zu den am seltensten besuchten der Erde zählen und den Reisenden in eine archaische, fast zeitlose Welt entführen.

Für mich persönlich waren es vor allem die Menschen Zentralasiens, die den stärksten Eindruck hinterlassen haben. Unaufgeregt, bescheiden und stolz auf ihre Heimat begegnen sie Besuchern mit großer Offenheit und Herzlichkeit. Ihre Gastfreundschaft verleiht der Reise eine Tiefe, deren Wirkung noch lange nachhallt.

Wenn auch Sie in diese Welt aus lebendigen Basaren, schneebedeckten Gipfeln und beeindruckenden Sakralbauten eintauchen möchten, freue ich mich darauf, meine Begeisterung mit Ihnen zu teilen.

Alle Infos:

Kirgistan: www.schulz-aktiv-reisen.de/KIR03
Usbekistan: www.schulz-aktiv-reisen.de/USB12
Tadschikistan: www.schulz-aktiv-reisen.de/TAD02

Wir gehen neue Wege auf Madeira

Madeira ist ein kleines Paradies, mitten im Atlantischen Ozean, 500 Kilometer vor der Küste Marokkos gelegen und gerade einmal fünf Flugstunden von Deutschland entfernt.

Seit 1998 gehört Madeira zu unseren beliebtesten Wanderzielen – und das aus gutem Grund: Die Insel vulkanischen Ursprungs begeistert mit spektakulären Steilküsten, schroffen Bergen, einem Netz aus historischen Levada-Wegen (Bewässerungskanäle), dem größten zusammenhängenden Lorbeerwald der Welt und einem ganzjährig milden Klima. Gerade einmal doppelt so groß wie Berlin, sind sechs verschiedene Mikroklimata auf der Insel vertreten und nirgendwo sonst auf der Welt gibt es eine so große Vielfalt an Blumen und Pflanzen. Vor allem aber bietet Madeira ideale Voraussetzungen für abwechslungsreiche Wanderungen, die wir kontinuierlich weiterentwickeln.

Aktuell haben wir unsere beiden Madeira-Reisen nochmals verfeinert: Hintergrund sind neue Besucherregelungen auf 35 offiziellen und sehr gefragten Wanderwegen – den sogenannten PR-Wegen. Um die Besucher besser zu lenken, verschärften die Behörden im Januar 2026 die Regeln. Für 35 PR-Wege gelten nun feste Zeitfenster, höhere Gebühren und Besucherlimits. Die Tickets sind an ein festes 30-minütiges Startfenster gebunden – ob es regnet oder nicht. Deshalb setzen wir bewusst auf ausgewählte Routen abseits der markierten und stark frequentierten Pfade mit mehr Zeit zum Genuss und Flexibilität bei unvorhergesehenen Wetterwechseln. Der Madeira-Kenner, Reisebuchautor und Reiseleiter Ray Hartung hat dabei neue Naturerlebnisse für unsere Gäste aufgespürt. So sind Sie mit uns aktiv in ursprünglicher Natur unterwegs, genießen auf den neuen Wanderrouten viel mehr Ruhe und entdecken Madeira abwechslungsreich und intensiv – mit seinen versteckten landschaftlichen Reizen, überraschenden Perspektiven und jener besonderen Inselatmosphäre, die vielen Reisenden verborgen bleibt.

Wenn Sie die Insel Madeira von ihrer ursprünglichen Seite erleben möchten – in kleiner Gruppe mit 12 Reisenden, persönlicher Reiseleitung und mit individuelleren Routen, sind Sie auf unseren beiden Reisen genau richtig aufgehoben.

Unsere 10-tägige Wanderreise ermöglicht intensive Einblicke in die Vielfalt der Insel. Sechs abwechslungsreiche, mittelschwere Wanderungen bilden dabei das Herzstück unserer Reise Das immergrüne Wanderparadies. Durch drei sorgfältig gewählte Standorte erschließen sich unterschiedliche Landschaftsräume besonders entspannt – von eindrucksvollen Levadas über Hochplateaus bis hin zu wilden Steilküsten. Kleine Gruppen mit maximal 12 Gästen, persönliche, teils auf Madeira einheimische Reiseleitung sowie ausgewählte Unterkünfte sorgen für eine angenehme und sehr individuelle Reiseatmosphäre.
Der nächste bereits gesicherte Reisetermin vom 06.03.26 bis zum 15.03.26 kann noch gebucht werden!
Hier geht es zur Reise: Das immergrüne Wanderparadies

Für ambitionierte Wanderer empfehlen wir unsere 11-tägige Madeira-Inseldurchquerung von Ost nach West – eine gelungene Mischung aus intensiven Tageswanderungen, kurzen Transfers, Naturgenuss und ausgesuchten Unterkünften zwischen Mai und Oktober. Diese anspruchsvollere Tour verbindet sieben Wanderungen an den Levadas, auf das Hochplateau, durch Lorbeerwälder und entlang von Küstenlandschaften zu einem intensiven Inselabenteuer. Unsere Reise gibt es auch in einer 15-tägigen Variante, bei der Sie diese auf der kleinen Nachbarinsel Porto Santo fortsetzen. Hier warten zwei weitere, sehr schöne Wanderungen u.a. zu den faszinierendsten Basalt-Formationen Portugals auf Sie und ein neun Kilometer langer Strand, dessen Sand Heilkräfte nachgesagt werden – ideal zum Wandern und Entspannen.
Hier geht es zur Reise: Inseldurchquerung Madeira und Anschluss auf Porto Santo

Tausend Inseln, tausend Geschichten: Meine Indonesienreise Teil 2

Dies ist der zweite Teil meines Reiseberichts aus Indonesien. Im vergangenen Sommer hatte ich das große Glück, das Land ganze zwei Monate lang persönlich kennenzulernen und unsere schulz-Konzeptionen vor Ort zu überprüfen. Nach Sumatra und Java führte mich mein Weg zunächst nach Bali.

Bali ist bekanntlich ein kleiner Sonderling unter den indonesischen Inseln: nicht muslimisch, sondern hinduistisch geprägt. Und ich gebe es offen zu – ich habe es keine Sekunde vermisst, nachts um vier Uhr vom Ruf des Muezzins geweckt zu werden! Mein erster Stopp auf Bali führte mich in den Norden der Insel zu Maria. Sie hat sich dort mit dem Holiway Garden eine echte Oase des Friedens geschaffen. In der liebevoll gepflegten Anlage, die Sie auf unserer Reise Bali und Lombok aktiv erleben (IDO02) für zwei Nächte genießen dürfen, lässt es sich wunderbar entspannen: Yoga, Schnorcheln am Hausriff oder Verwöhnprogramm im Spa – alles dabei. Von Ohrenkerzen bis hin zu Ritualen zur Wiederentdeckung der eigenen Weiblichkeit wird hier so ziemlich alles angeboten.

Ich sitze lange mit Maria auf der Terrasse vor meinem Bungalow, während sie mir mit spürbarem Herzblut erzählt, wie sehr ihr die Region am Herzen liegt. So hat sie in ihrer Gemeinde ein simples, aber wirkungsvolles Müllprojekt ins Leben gerufen: Dorfbewohner können ihre vollen Müllsäcke bei ihr abgeben. Da es keine Müllabfuhr gibt, bleibt sonst oft nur das Verbrennen oder das Entsorgen im nächsten Graben. Für jeden abgegebenen Sack gibt es ein Los, und einmal im Monat trifft sich das ganze Dorf zur großen Verlosung. Zu gewinnen gibt es meist hochwertige Lebensmittel, manchmal aber auch nützliche Technik – vom Reiskocher bis zum Pfannenwender. Auf meine Frage, was mit dem gesammelten Müll passiert, wird Maria kurz ernst: Er wird nach Jakarta verschifft, und ab dort verliert sich seine Spur.

Seit der ersten Verlosung ist ein älterer Mann immer dabei. Er sieht kaum noch und ist körperlich stark eingeschränkt – doch beim Müllsammeln ist er der Fleißigste von allen. Insgeheim hofft wohl das ganze Dorf, dass er jedes Mal etwas gewinnt, erzählt mir Maria leise. Der Holiway Garden ist für mich ein inspirierendes Beispiel dafür, wie man mit kleinen Schritten ganz konkret das Leben einzelner Menschen verbessern kann. Ich nehme viel von diesem Besuch mit.

Ich hatte noch einige weitere Stopps auf Bali, zog mich aber angesichts der Massen schnell wieder in den ruhigen Norden zurück. Statt Schlange zu stehen, habe ich lieber auf kleinere Highlights gesetzt. Im Juli ist Bali mir persönlich einfach ein bisschen zu beliebt.

Deutlich ruhiger geht es auf der Nachbarinsel Lombok zu. Mein großes Ziel: die Besteigung des Rinjani. Leider machte mir dieser im geplanten Zeitraum einen Strich durch die Rechnung – nach einigen Unfällen war der Aufstieg gesperrt. Die 3.726 Meter Höhe werden gern unterschätzt, ebenso wie die Wetterbedingungen, die man vom sonnigen Strand aus nicht erahnt. Als Ersatz schlugen mir die Bergführer den Mt. Setampol vor – und ich sagte mutig Ja. Der Weg nach oben kennt allerdings keinerlei Gnade: Über 2.000 Höhenmeter auf kaum zehn Kilometern. Übersetzt heißt das: vom ersten bis zum letzten Schritt geht es ausschließlich bergauf. Einen Sinn für schöne Wegführung vermisste ich zwar schmerzlich, aber die Landschaft entschädigte dafür reichlich. Und der Anblick der tapferen Träger, die bis zu 35 Kilo schleppen, ließ mich mein Jammern schnell einstellen.

Oben angekommen, bauten wir die Zelte auf, der Rinjani schien zum Greifen nah und ich genoss mein Abendessen bei einem der beeindruckendsten Sonnenuntergänge meines Lebens. Über einem Wolkenmeer versank die Sonne in allen erdenklichen Farben. Am nächsten Tag ging es auf gleichem Weg wieder hinunter – und plötzlich verstand ich auch die mitleidigen „Good luck“-Wünsche der Entgegenkommenden vom Vortag. Diesen Gruß gab ich nun mit ehrlichem Mitgefühl weiter.
Die Wege am Rinjani sind mittlerweile ausgebessert und im Mai/Juni haben Sie die nächste Gelegenheit, im Ramen unserer Gruppenreise den Aufstieg zu wagen.

Etwa eine Woche lang ließ ich es mir anschließend auf den Gili-Inseln im Bilderbuchparadies gutgehen, bevor es weiter nach Komodo und Flores ging. Die letzten Drachen unserer Erde – die Komodowarane – live zu sehen, war schlicht fantastisch. Ebenso der Pink Beach, wo Hirsche gemütlich am Strand spazieren und kleine Haie im seichten Wasser ihre Runden drehen.

Nach zwei Monaten ging meine Reise schließlich zu Ende – und ich hatte längst noch nicht genug von Indonesien. Vieles konnte ich hier gar nicht würdigen: das vielleicht beste vegetarische Essen der Welt, die freundlichsten und unaufdringlichsten Menschen, das großartige Klima, die Leichtigkeit des Reisens im Rhythmus der Natur, sattgrüne Reisfelder und eine unglaublich spannende Kultur.

Eins ist sicher: Das war nicht meine letzte Reise nach Indonesien. Und gerade bei den aktuellen Temperaturen muss ich mich sehr zusammenreißen, um nicht aus Versehen schon wieder den nächsten Flug dorthin zu buchen.

Möchten Sie ebenfalls das Land kennenlernen? Dann haben Sie auf unseren Reisen die Chance dazu:

Sumatra und Java
www.schulz-aktiv-reisen.de/IDO05

Termine:
18.04.26 – 10.05.26
05.09.26 – 27.09.26
03.10.26 – 25.10.26

Sulawesi und Flores
www.schulz-aktiv-reisen.de/IDO04 
Termine:
08.05.26 – 29.05.26
02.10.26 – 23.10.26

Bali und Lombok
www.schulz-aktiv-reisen.de/IDO02
Termine:
30.05.26 – 20.06.26
24.10.26 – 14.11.26
13.11.26 – 04.12.26

Radeln auf den Ålandinseln – Rückblick Pilotreise und optimierter Reiseverlauf 2026

Letzten August erlebte unsere 6-köpfige Pilotgruppe eine sonnenverwöhnte, kurzweilige Rad- und Aktivwoche auf den Ålandinseln, dem Inselparadies inmitten der Ostsee, gelegen zwischen der schwedischen Hauptstadt Stockholm und der südfinnischen Küstenstadt Turku. Inselhüpfen per Fahrrad und Fähre, idyllische Landschaft, wenige Touristen und freundliche Menschen. Die Inseln überzeugen mit Natur und Stille, aber auch dem maritimen Lebensgefühl und der einzigartigen Kultur der Åländer. Es wurde nicht nur in die Pedale getreten, sondern auch gewandert und gepaddelt – alles genussvoll im Inseltempo. Größtes Lob erhielt unsere Reiseleiterin Katarina, die Åland seit 30 Jahren ihr Zuhause nennt und die Inseln kennt wie ihre Westentasche.

Eine Woche voller neuer Eindrücke liegt hinter unseren Reisegästen, die sich glücklich und erholt zurückgemeldet haben. Für einige ihrer Verbesserungshinweise sind wir ebenfalls dankbar, denn diese sind bei einer Pilottour besonders wichtig. Wir haben die Reise für den kommenden Sommer weiter optimiert. Nun sind auch die Fährfahrten von Stockholm nach Mariehamn (Ålands Hauptstadt) im Leistungspaket der Reise enthalten. Zudem verbringen unsere Gruppen künftig eine Nacht abseits der Hauptinsel, auf einer der kleinen Inseln im Osten des Archipels, die die Åländer Außenschären nennen. So haben Sie nun zwei Tage Zeit für deren Erkundung, anstatt nur eines Tages – dies hatte sich die Pilotgruppe gewünscht. Zudem nimmt Katarina die Gruppen künftig mit auf einen Ausflug zu ihrer ganz eigenen Sommerhausinsel.

Sollten Sie also noch ein besonderes Urlaubsziel für den bevorstehenden Sommer suchen, hier ist es: Kommen Sie mit uns auf die einzigartigen Ålandinseln! Auch Ihnen wünschen wir traumhaftes Wetter wie im letzten Sommer – alle Tage Sonne und keinen Wind. 🙂

Alle Infos unter www.schulz-aktiv-reisen.de/FIN01