Dies ist der zweite Teil meines Reiseberichts aus Indonesien. Im vergangenen Sommer hatte ich das große Glück, das Land ganze zwei Monate lang persönlich kennenzulernen und unsere schulz-Konzeptionen vor Ort zu überprüfen. Nach Sumatra und Java führte mich mein Weg zunächst nach Bali.
- Schildkröten sind häufig unter Wasser bei den Gili-Inseln anzutreffen
- Affen in den Wäldern Indonesiens
- Bei Ebbe sieht man auch ohne Schnorchel, was sich sonst unter Wasser verbirgt
Bali ist bekanntlich ein kleiner Sonderling unter den indonesischen Inseln: nicht muslimisch, sondern hinduistisch geprägt. Und ich gebe es offen zu – ich habe es keine Sekunde vermisst, nachts um vier Uhr vom Ruf des Muezzins geweckt zu werden! Mein erster Stopp auf Bali führte mich in den Norden der Insel zu Maria. Sie hat sich dort mit dem Holiway Garden eine echte Oase des Friedens geschaffen. In der liebevoll gepflegten Anlage, die Sie auf unserer Reise Bali und Lombok aktiv erleben (IDO02) für zwei Nächte genießen dürfen, lässt es sich wunderbar entspannen: Yoga, Schnorcheln am Hausriff oder Verwöhnprogramm im Spa – alles dabei. Von Ohrenkerzen bis hin zu Ritualen zur Wiederentdeckung der eigenen Weiblichkeit wird hier so ziemlich alles angeboten.
- Holiway Garden: Schmuckstück und Oase des Friedens zugleich
- Auf Bali allgegenwärtig: gelebter Glaube
- Die Gartenanlagen – wie aus einem Film!
Ich sitze lange mit Maria auf der Terrasse vor meinem Bungalow, während sie mir mit spürbarem Herzblut erzählt, wie sehr ihr die Region am Herzen liegt. So hat sie in ihrer Gemeinde ein simples, aber wirkungsvolles Müllprojekt ins Leben gerufen: Dorfbewohner können ihre vollen Müllsäcke bei ihr abgeben. Da es keine Müllabfuhr gibt, bleibt sonst oft nur das Verbrennen oder das Entsorgen im nächsten Graben. Für jeden abgegebenen Sack gibt es ein Los, und einmal im Monat trifft sich das ganze Dorf zur großen Verlosung. Zu gewinnen gibt es meist hochwertige Lebensmittel, manchmal aber auch nützliche Technik – vom Reiskocher bis zum Pfannenwender. Auf meine Frage, was mit dem gesammelten Müll passiert, wird Maria kurz ernst: Er wird nach Jakarta verschifft, und ab dort verliert sich seine Spur.
Seit der ersten Verlosung ist ein älterer Mann immer dabei. Er sieht kaum noch und ist körperlich stark eingeschränkt – doch beim Müllsammeln ist er der Fleißigste von allen. Insgeheim hofft wohl das ganze Dorf, dass er jedes Mal etwas gewinnt, erzählt mir Maria leise. Der Holiway Garden ist für mich ein inspirierendes Beispiel dafür, wie man mit kleinen Schritten ganz konkret das Leben einzelner Menschen verbessern kann. Ich nehme viel von diesem Besuch mit.
- Tropische Wälder laden ein zum Träumen…
- …und die Reisfelder zum Spazieren
- Unglaublich, was die Locals den Berg hinauftragen
Ich hatte noch einige weitere Stopps auf Bali, zog mich aber angesichts der Massen schnell wieder in den ruhigen Norden zurück. Statt Schlange zu stehen, habe ich lieber auf kleinere Highlights gesetzt. Im Juli ist Bali mir persönlich einfach ein bisschen zu beliebt.
Deutlich ruhiger geht es auf der Nachbarinsel Lombok zu. Mein großes Ziel: die Besteigung des Rinjani. Leider machte mir dieser im geplanten Zeitraum einen Strich durch die Rechnung – nach einigen Unfällen war der Aufstieg gesperrt. Die 3.726 Meter Höhe werden gern unterschätzt, ebenso wie die Wetterbedingungen, die man vom sonnigen Strand aus nicht erahnt. Als Ersatz schlugen mir die Bergführer den Mt. Setampol vor – und ich sagte mutig Ja. Der Weg nach oben kennt allerdings keinerlei Gnade: Über 2.000 Höhenmeter auf kaum zehn Kilometern. Übersetzt heißt das: vom ersten bis zum letzten Schritt geht es ausschließlich bergauf. Einen Sinn für schöne Wegführung vermisste ich zwar schmerzlich, aber die Landschaft entschädigte dafür reichlich. Und der Anblick der tapferen Träger, die bis zu 35 Kilo schleppen, ließ mich mein Jammern schnell einstellen.
Oben angekommen, bauten wir die Zelte auf, der Rinjani schien zum Greifen nah und ich genoss mein Abendessen bei einem der beeindruckendsten Sonnenuntergänge meines Lebens. Über einem Wolkenmeer versank die Sonne in allen erdenklichen Farben. Am nächsten Tag ging es auf gleichem Weg wieder hinunter – und plötzlich verstand ich auch die mitleidigen „Good luck“-Wünsche der Entgegenkommenden vom Vortag. Diesen Gruß gab ich nun mit ehrlichem Mitgefühl weiter.
Die Wege am Rinjani sind mittlerweile ausgebessert und im Mai/Juni haben Sie die nächste Gelegenheit, im Ramen unserer Gruppenreise den Aufstieg zu wagen.
- Ein sehnsuchtsvoller Blick Richtung Rinjani …
- …bevor man sich ganz dem Sonnenuntergang widmet
- Nachts klart es auf für einen Blick ins Tal
Etwa eine Woche lang ließ ich es mir anschließend auf den Gili-Inseln im Bilderbuchparadies gutgehen, bevor es weiter nach Komodo und Flores ging. Die letzten Drachen unserer Erde – die Komodowarane – live zu sehen, war schlicht fantastisch. Ebenso der Pink Beach, wo Hirsche gemütlich am Strand spazieren und kleine Haie im seichten Wasser ihre Runden drehen.
Nach zwei Monaten ging meine Reise schließlich zu Ende – und ich hatte längst noch nicht genug von Indonesien. Vieles konnte ich hier gar nicht würdigen: das vielleicht beste vegetarische Essen der Welt, die freundlichsten und unaufdringlichsten Menschen, das großartige Klima, die Leichtigkeit des Reisens im Rhythmus der Natur, sattgrüne Reisfelder und eine unglaublich spannende Kultur.
Eins ist sicher: Das war nicht meine letzte Reise nach Indonesien. Und gerade bei den aktuellen Temperaturen muss ich mich sehr zusammenreißen, um nicht aus Versehen schon wieder den nächsten Flug dorthin zu buchen.
Möchten Sie ebenfalls das Land kennenlernen? Dann haben Sie auf unseren Reisen die Chance dazu:
Sumatra und Java
www.schulz-aktiv-reisen.de/IDO05
Termine:
18.04.26 – 10.05.26
05.09.26 – 27.09.26
03.10.26 – 25.10.26
Sulawesi und Flores
www.schulz-aktiv-reisen.de/IDO04
Termine:
08.05.26 – 29.05.26
02.10.26 – 23.10.26
Bali und Lombok
www.schulz-aktiv-reisen.de/IDO02
Termine:
30.05.26 – 20.06.26
24.10.26 – 14.11.26
13.11.26 – 04.12.26
- Vielfältige Möglichkeiten zum Schnorcheln
- Sind es Drachen, Dinosaurier oder Eidechsen?
- Auch die Hirsche wissen eine Abkühlung zu schätzen…
- Unberührte Traumstände
- Inseln, so weit das Auge reicht
- Und zum Abschluss noch ein Besuch unserer Partneragentur auf Bali
Tel. +49 (0)351 266 25-46
franziska.bort@schulz-aktiv-reisen.de






































































































































































































