„schulz“ sind wir … Alexandra Fahl

Heute stellen wir im Rahmen unserer Serie „schulz“ sind wir … Alexandra Fahl vor, unseren schulz’schen „Neuzugang“. Alex arbeitet seit Juli 2022 im Berliner Büro und betreut die Länder Polen, Hawaii, Kanada, La Réunion, Sri Lanka, Vietnam & Kambodscha. Zudem unterstützt sie uns tatkräftig im Social-Media-Team.

Stell dich doch mal ganz kurz vor. Reisen macht ja den meisten Menschen Spaß. Aber was bedeutet es für dich?

Hi, mein Name ist Alex und ich bin seit dem 01. Juli auch ein schulzi, also quasi noch ein Babyschulzi und ich freue mich sehr darauf die schulzische Welt zu entdecken und weiter zu entwickeln.

Reisen ist für mich eine Lebensphilosophie. Schon seit Kindergartentagen hat mich das Land Australien fasziniert und seither habe ich mein Taschengeld dafür gespart, in dieses so weit entfernte Land zu reisen. Nach dem Abitur war es dann soweit und ich bin ans andere Ende der Welt aufgebrochen, wodurch sich mir auch vielzellige Möglichkeiten geboten haben, die meinen weiteren Lebensweg zeichnen sollten.

Reisen bedeutet für mich, dass sich Menschen und Kulturen begegnen, deren Wege sich ansonsten eventuell nie oder nur schwer kreuzen würden. Freundschaften werden geschlossen, welche einen ganz besonderen Stellenwert einnehmen. Reisen ist so viel mehr als Urlaub machen und sich „nur“ vom Alltag zu erholen und zu entfliehen. Durch Reisen wird einem die einzigartige Möglichkeit gegeben, die eigene „Blase“, zu erweitern und auch zu überdenken. Es wird einem ein Spektrum dargeboten, auf die Erde mit einem anderen Blickwinkel zu betrachten und auch die eigenen Handlungen zu hinterfragen und gegebenenfalls zu ändern. Man erkennt seine persönlichen Grenzen, wächst aber auch über sich selbst hinaus. Reisen ist das, was mir jedes Mal auf’s Neue (- Achtung, jetzt wird es kitschig- ) Schmetterlinge im Bauch bereitet. Die Vorfreude, einen neuen Flecken Erde zu entdecken, mit all seinen Menschen, Flora & Fauna, den neuen Reiseführer aufzuschlagen, zu schmökern, zu planen und dann neuen Abenteuer entgegenzutreten – für mich gehören diese Gefühle zu den Schönsten überhaupt.

Welches ist dein Lieblingsland und warum – auch wenn es schwer ist, ein Land zu nennen? Was machst du dieses Land so besonders oder was verbindest du mit ihm?

Es ist in der Tat äußerst schwierig ein Lieblingsland zu nennen, denn Länder sind so unterschiedlich wie Farben bunt sind. Oftmals sind es doch die Begegnungen und Erlebnisse die einen Ort besonders machen. Es kann also sein, dass ein Ort, welchen man zweimal besucht ganz unterschiedliche Emotionen und Erlebnisse hervorrufen. 
Wenn ich so überlege, welche „Stationen“ ich bereits bestritten habe, Malawi-  das erste Mal auf dem afrikanischen Kontinent, wo ich in einer Safarifirma gearbeitet habe; die unfassbare Flora und Fauna der Galapagosinseln; aber auch Deutschland, welches ja meine Heimat und auch mein zu Hause ist und auch das meiner Familie und viele meiner Freunde; England, wo meine beste Freundin wohnt und ich meinen Master absolviert habe; oder aber Australien, wo eigentlich meine Zukunft nach dem Abitur begann, ich das erste Mal so wirklich über mich hinaus gewachsen bin und auch ein Stück weit erwachsen wurde und meinen beruflichen Werdegang eingeschlagen habe… Die Liste könnte unendlich weiter gehen, denn es werden sicherlich noch viele Länder und somit viele Erlebnisse folgen und jede Reise wird ein weiterer wichtiger Schritt zu dem beitragen, wer ich in Zukunft sein werde.

Erzähle doch mal von deinem verrücktesten oder skurrilsten Reiseerlebnis? War es vielleicht schon einmal richtig brenzlig oder riskant für dich?

Ufff…. Da gibt es viele….Ein etwas skurriler Moment war definitiv, als ich auf einmal Teil einer Tanzshow für die damalige malawische Präsidentin Joyce Banda mitgewirkt habe. Und das kam so:Als ich in einer Safarifirma in Malawi gearbeitet habe, habe ich bei der Familie meiner damaligen Chefin gewohnt. Da mein Gepäck einige Tage nach mir ankam, die Hochzeit des Bruder aber vorher stattfinden sollte, wurde ich kurzerhand in eines der Brautjungfernkleider gesteckt und sollte bei einigen Tänzen mitwirken. Dort stellte man anscheinend fest, dass ich ganz gut tanzen kann und so sollte ich dann einige Monate später bei einer Show mitmachen, welche für die damalige Präsidentin abgehalten wurde und für die die Schwester meiner Chefin die Kleider nähte. Ich habe mich gefühlt wie ein malawisches Funkenmariechen. Definitiv eine „once in a lifetime“ Erfahrung.

Warum hast du denn eigentlich deine Passion zum Beruf, bzw. als Ausbildung gemacht?

Zu Schulzeiten wollte ich immer irgendwas mit Tanz und Theater machen, eventuell Theaterpädagogin werden. Dann bin ich aber nach dem Abitur erstmals raus in die Welt, nach Australien und mich hat das Entdecker- und Reisefieber gepackt. Eines Abends saß ich mit einer neuen Hostelbekanntschaft am Brisbane River und wir haben über das Leben philosophiert, was es wohl bringen mag, was unsere Leidenschaften und Wünsche sind… Dort hat er mir dann von einem Freund von ihm erzählt, der „International Tourism Management & Consultancy“ in Breda, den Niederlanden, studiert. Von dieser Idee, dass man Tourismus studieren kann, und das Studium auch noch sehr praktisch veranlagt ist, war ich sofort angetan. Mit meiner halben Stunde, Stunde Internet pro Tag habe ich diesbezüglich informiert und für den Studienplatz beworben und niemals auch nur eine Sekunde bereut. Nach meinem Bachelor habe ich mir die Zeit genommen, den für mich passenden Master zu finden und nochmals Geld zu verdienen, sodass ich ihn mir auch leisten konnte. Meine Spezialisierung sollte „Responsible Tourism Management“ sein, hierfür bin ich nach Leeds, UK gegangen – eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Es ist einfach unfassbar schön und dankbar, anderen Menschen Reiseerfahrungen zu ermöglichen, die Welt zu entdecken, Kulturen einander näher zu bringen, und sich für eine nachhaltigere Entwicklung einzusetzen. Ich könnte endlos weiter darüber sprechen, aber ich denke, dies würde den Rahmen sprengen…

Was an deinem eigenen „Herzblut“ und Wissen hast du in deine schulz-Reisen gesteckt. Wo sind unsere Gäste hier dem Besonderen auf der Spur?

Da ich ja noch ein Babyschulzi bin, habe ich noch keine eigenen Reisen entwickelt, brenne aber schon darauf dies zu tun. Also seien Sie gespannt, wo die Reise hingehen wird…