Zum Reinbeißen schön

Es gibt Mahlzeiten, die würde man zu Hause kaum erwähnen: ein Stück Brot, etwas Käse, ein paar Oliven. Und dann sitzt man plötzlich auf einem Felsen über dem Meer, an einem wilden Gebirgsbach oder mitten im Duft der Macchia – und genau dieser Snack bleibt in Erinnerung wie ein Festmahl.

Wir haben einige unserer Reiseleiter gefragt, welche Spezialitäten für sie untrennbar zu ihrer Reise gehören, was sie am liebsten für ein Picknick einpacken und welche kulinarischen Entdeckungen Gäste immer wieder überraschen. Die Antworten erzählen von legendären Stullen, gequetschten Oliven, moosbedeckten Steingärten als Buffettisch und einem Rucksack, auf den ganze Wandergruppen sehnsüchtig warten.

Die unvergesslichen Stullen in der Aitana

Das inoffizielles Motto der Reise: „Wir bewegen uns so viel wie möglich – und nehmen dabei trotzdem zu.“ 😉

„Also ganz ehrlich: Unsere Sandwiches sind eigentlich der heimliche Star der Aitana Reise. Während draußen langsam der Tag beginnt, stehe ich schon früh auf und bereite mit viel Sorgfalt die Schnitten für unsere Gäste vor. Mit Liebe zum Detail, frischen Zutaten und dem Anspruch, wirklich etwas Gutes auf den Teller – oder besser gesagt ins Vollkornbrot – zu bringen. Ein kleines Highlight: An einem Tag gibt es meinen speziellen Nudelsalat mit Thunfisch, der bei vielen längst Kultstatus hat und nach dessen Rezept ich immer wieder gefragt werde. Unsere Picknick-Säcke sind übrigens auch etwas ganz Besonderes: Sie werden von meiner 80-jährigen Schwiegermutter Librada per Hand genäht und liebevoll bemalt – jedes Stück ein echtes Unikat. Manche Gäste, die vor 20 Jahren mit uns unterwegs waren, erinnern sich heute nicht mehr genau an die einzelnen Wanderungen – aber an die Stullen. Und das sagt eigentlich alles.“
Reiseleiterin Sara

Geheimtipp Aitana – Wanderwoche mit Meerblick

Korsischer Käse, der nach Macchia schmeckt

Marie bittet zu Tisch 😊

„Untrennbar zu dieser Reise gehört für mich eindeutig der Käse. Auf Korsika wird nur Ziegen- und Schafskäse produziert – und weil die Tiere frei durch die Kräuter ziehen, schmeckt er oft würzig nach wilder Macchia. Für unsere Picknicks besuche ich regelmäßig eine der besten Bäckereien der Insel in Bocognano. Aus dem alten Holzofen kommen Sauerteig-, Vollkorn- und Olivenbrot und süße Versuchungen wie Kastanienkuchen oder Mandelgebäck – jeden Tag etwas Neues zum Probieren. Am besten schmeckt all das draußen: An einer verlassenen Bergerie oder an einem wilden Bach wird eine Steinplatte zum Tisch, uralte Buchen spenden Schatten, und zwischen moosbedeckten Felsen und kleinen Whirlpools fühlt sich selbst ein einfacher Snack wie ein Festessen an. Und dann sind da noch die Wurstspezialitäten vom freilaufenden Schwarzen Schwein und die Fitone, eine in Rotwein eingelegte Leberwurst. Da langten selbst schon die Vegetarierinnen zu …“
Reiseleiterin Marie

Wandern und Genießen auf Korsisch

Gequetsche Oliven mit Atlantikbrise an der Algarve

Schon alles aufgegessen… wer will, kann jetzt noch in den Atlantik hüpfen 😊

„Bei dieser Reise wandert man nicht nur – man isst sich auch durch die Algarve. Zum Picknick nach der Wanderung von Salema nach Zavial kommen typisch portugiesische azeitonas britadas auf den Tisch, gequetschte Oliven, dazu Chouriço vom iberischen Schwein, Tomatensalat, Käse und Weißbrot. Und natürlich Wein – weshalb das Wichtigste im Rucksack ein Korkenzieher ist. 😉 Den schönsten Platz dafür hat man am Strand von Zavial, wo man vor oder nach dem Essen einfach ins Meer springen kann. Im Landesinneren, in Monchique, wartet dann die Medronho-Probe – der hiesige Erdbeerbaumschnaps, den man probieren muss. Und wer denkt, er kennt die Algarve schon: Die Feigen-Mandel-Sterne überraschen fast jeden. Klein, unscheinbar – und dann doch das Beste vom ganzen Picknick.“
Reiseleiter Vitos

Wandern und Genießen in der Algarve

Wenn das slowakische Buffet eröffnet wird

Vlado sagt: Slowakischer Wein und Käse schmecken viel besser als ihr Ruf, weil sie keinen Ruf haben 😉

„Nach ein paar Kilometern Wanderung achten viele Gäste weniger auf die Aussicht als auf meinen Rucksack. Sie wissen nämlich genau, was bald kommt. Wenn ich ihn schließlich absetze und sage: Buffet ist eröffnet, dann wird aus einer Rast schnell ein kleines Fest. Vieles stammt direkt aus unserem eigenen Garten oder Vorratskeller: frisches Obst und Gemüse, eingelegte Spezialitäten, fermentierter Speck und hausgemachte Würste. Aus den Früchten unseres Gartens stelle ich außerdem einen Obstlikör her, der bei uns nur unter seinem Spitznamen bekannt ist: Zeckenimpfung. Besonders stolz bin ich auf unsere Käseplatten. Die Slowakei hat eine erstaunlich vielfältige Käsekultur mit zahlreichen Sorten und oft ganz besonderen Formen. Dazu kommen Weine von Winzern, die ich persönlich kenne. Viele Gäste sind überrascht, wie gut slowakischer Käse und Wein tatsächlich sind – wahrscheinlich auch deshalb, weil beides außerhalb des Landes kaum bekannt ist.“
Reiseleiter Vlado

Naturreise Malá Fatra – Wildnis im Herzen Europas