Unsere neue Kirgistan-Reise: Zu Fuß zwischen Bergseen und Pamir-Riesen

Auge in Auge mit dem Pik Lenin 

Morgens auf 3.600 Metern fühlt sich die Welt plötzlich ziemlich anders an. Heißer Tee in der Hand. Klare, kalte Bergluft. Neben der Jurte steht ein Pferd. Und direkt gegenüber ragt ein Siebentausender in den Himmel.

Willkommen am Pik Lenin!

Nomade mit Pferd vor dem bewölkten Pik Lenin

Diesen Ort im Pamir kenne ich nicht nur von der Karte. Ich habe hier selbst mehrere Sommer verbracht, und wahrscheinlich ist genau deshalb dieser Teil unserer neuen Reise für mich etwas Besonderes. Und ich freue mich sehr, Sie in diese faszinierende Region mitzunehmen. Man gewöhnt sich dort erstaunlich schnell an Dinge, die eigentlich alles andere als gewöhnlich sind: morgens aufzustehen und einen Siebentausender vor sich zu sehen. Murmeltiere auf den Hochweiden. Edelweiß am Wegesrand. Bergsteiger, die Richtung Gletscher aufbrechen.

Dabei müssen Sie kein Bergsteiger sein, um diese Landschaft zu erleben. Die Reise verbindet komfortables Reisen mit abwechslungsreichen Wanderungen. Sie sind mit Fahrzeugen unterwegs, unternehmen Wanderungen von den jeweiligen Standorten aus und erleben ein dreitägiges Trekking in Sary-Chelek – ohne ständig mit schwerem Gepäck von Unterkunft zu Unterkunft ziehen zu müssen. Eine gute Grundkondition und Freude am Wandern sollten Sie allerdings mitbringen: Einige Touren führen auf über 4.000 Meter Höhe.

Das große Gepäck übernehmen die Pferde.

Und genau das macht diese Reise so spannend. Denn unterwegs verändert sich Kirgistan gleich mehrere Male komplett.

Sary-Chelek: Versteckte Seen und wilde Berglandschaften

Zuerst geht es nach Sary-Chelek, einem beeindruckenden Biosphärenreservat mit dichten Wäldern, grünen Berghängen und glasklaren Bergseen. Besonders eindrucksvoll ist der Blick von oben: Tief unter Ihnen liegen die Seen inmitten der Berglandschaft und wirken beinahe so, als könnte man sie in die Hand nehmen. Doch Sary-Chelek ist nicht nur eine Landschaft für große Panoramen. Auf den Wanderungen geht es durch Wälder und über Bergwiesen, vorbei an grasenden Pferden und immer wieder hinauf zu neuen Aussichtspunkten. Morgens liegt der Duft des Waldes in der Luft, irgendwo hört man die Pferde – und nach einem längeren Anstieg öffnet sich plötzlich der Blick auf einen weiteren See.

Genau diese Mischung aus spektakulären Ausblicken und kleinen, authentischen Momenten macht Sary-Chelek zu einem besonderen Auftakt dieser Reise.

Wo die Seen zwischen den Bergen liegen.

Arslanbob: Alltag zwischen Walnussbäumen

Weiter geht es nach Arslanbob – in eine Landschaft, die sich wieder ganz anders anfühlt. Das kleine Dorf liegt am Rand eines der größten natürlichen Walnusswälder der Welt. Oberhalb rauschen Wasserfälle, unten stehen kleine Häuser und Höfe zwischen den Bäumen, Kinder laufen über die Straßen, irgendwo wird gekocht, geredet und gearbeitet. Das Leben spielt sich nicht hinter Kulissen ab – man ist einfach mittendrin. Zu Fuß geht es hinauf zu den Wasserfällen, bevor Sie vielleicht später selbst in einer Küche stehen und Boorsok, ein kleines kirgisisches Gebäck zubereiten: Teig schneiden, im heißen Öl ausbacken und natürlich gleich probieren. Auf dem Papier klingt das nur wie ein kleiner Programmpunkt, später bleiben jedoch gerade solche Momente oft im Gedächtnis – weil man für eine Weile Teil eines Alltags wird, der für die Menschen hier ganz normal ist und sich für einen selbst doch besonders anfühlt.

Von Osch in den Pamir

Danach geht es weiter nach Osch – die Hauptstadt des Südens, und von dort immer höher ins Pamir-Gebirge. Mit jedem Kilometer verändert sich die Landschaft: Die Täler werden weiter, die Bäume verschwinden, die Luft wird dünner. Und schließlich öffnet sich vor Ihnen die Hochgebirgswelt des Pamir – mit dem 7.134 Meter hohen Pik Lenin, der weit über den umliegenden Bergketten aufragt. Manchmal steht er völlig klar vor Ihnen. Manchmal verschwindet die Hälfte in den Wolken. Manchmal wirkt er beinahe zum Greifen nah und kurz darauf wieder unendlich weit entfernt.

Einen Siebentausender schon einmal aus solcher Nähe gesehen? Im September sieht es dort grau aus. Im Juni und Juli ist die beste Zeit!

Basecamp am Pik Lenin: 3.600 Meter und trotzdem komfortabel

Ihr Basecamp liegt auf rund 3.600 Metern – und ist weit mehr als nur ein Zeltlager. Es ist vergleichsweise einfach erreichbar und bietet einen Komfort, den man in dieser Höhe nicht erwartet: Jurten oder Hütten mit Betten und Möbeln, sogar mit eigener Dusche und Toilette, dazu Strom und eine überraschend gute Küche. Gleichzeitig ist das Camp Treffpunkt für Bergsteiger aus aller Welt, die sich auf den Pik Lenin vorbereiten oder von dort zurückkehren. Hier werden Geschichten geteilt, Erfahrungen ausgetauscht und manchmal auch Gipfelerfolge gemeinsam gefeiert.

Ihr Basecamp am Fuße des Siebentausenders

Drei Nächte bleiben Sie hier. Und das ist gut so. Denn dieser Ort wäre zu schade, um nur anzukommen, ein Foto zu machen und gleich wieder weiterzufahren. Sie wandern am Tulpar-Köl-See, steigen auf den Petrowskiy-Kamm und, wer möchte, bis zum Puteschestvennikow-Pass auf 4.150 Meter. Unter Ihnen liegen Moränen, kleine Seen und Gletscher, darüber die weißen Gipfel des Pamir. Und am Abend nach einem langen Tag? Sauna. Auf 3.600 Metern. Mitten in der Hochgebirgswelt.

Fast ganz Kirgistan – zum Glück nur fast

Die Termine für 2027 haben wir bewusst so gelegt, dass sich diese neue Reise mit unserer bereits bestehenden Kirgistan-Reise „Vom Issyk-Köl in die Berge der Nomaden“ kombinieren lässt.

Die neue Reise können Sie natürlich auch ganz unabhängig davon erleben. Wenn Sie beide Reisen miteinander verbinden, entsteht eine besonders umfassende Reise durch Kirgistan: zwei unterschiedliche Routen, ganz verschiedene Landschaften – und die Möglichkeit, erstaunlich viel von diesem Land kennenzulernen. Fast ganz Kirgistan. Zum Glück nur fast. Denn es bleibt immer noch ein weiteres Tal. Ein weiterer Pass. Noch ein Ort, von dem irgendwann jemand sagt:

„Da müssen wir beim nächsten Mal unbedingt hin.“

Neugierig geworden?

Die genauen Termine für 2027, die Reisedauer und den detaillierten Reiseverlauf finden Sie ab sofort hier auf unserer Website: Neue Kirgistan-Reise