Indonesien, wie ich es erlebt habe – ein Land voller Wunder

Zwei Monate lang durfte ich in diesem Sommer durch die Wunderwelt Indonesiens reisen – ein Land, das ich bei schulz aktiv reisen betreue und das mir dabei gezeigt hat, warum es für mich zu den schönsten Orten der Welt gehört. Ziel meiner Reise war es, Indonesien intensiver kennenzulernen und unsere Reisekonzepte vor Ort zu überprüfen. Herausgekommen ist eine Fülle an Eindrücken, Momenten und Begegnungen, die mich nachhaltig bewegen.

In diesem Newsletter nehme ich Sie mit zu meinen persönlichen Highlights auf Sumatra und Java. Im nächsten Teil folgen dann meine Erlebnisse auf Bali, Lombok und Flores. Falls Sie beim Lesen direkt die Reiselust packt, so können Sie hier unsere Reisen nach Indonesien einsehen: www.schulz-aktiv-reisen.de/Indonesien


Sumatra – Begegnungen im Reich der Orang-Utans

Als Touristikerin ging mir das Herz auf, als ich Bukit Lawang erreichte – den kleinen Ort am Rande des Gunung-Leuser-Nationalparks. Übersetzt bedeutet der Name so viel wie „Tor zu den Hügeln“, und genau das beschreibt diesen besonderen Flecken Erde. Hier wird erlebbar, wie Tourismus einer Region helfen kann: Die Palmöl-Plantagen enden abrupt, dahinter beginnen dichte, immergrüne Regenwälder und die Berge. Entlang des Flusses schmiegt sich ein Dorf mit Handwerkskunst, gemütlichen Lodges und bemerkenswerter Sauberkeit – kein Müll am Wegesrand, denn die Menschen hier wissen, was ihre Gäste schätzen.

Mehrfach kehre ich bei „Obi-Wan“ ein, wie sich der charismatische Betreiber eines kleinen Restaurants und einer Herberge selbst nennt. Er erzählt mir von den Fluten, die sein Zuhause immer wieder zerstört haben – und davon, wie er es bereits zum dritten Mal neu aufgebaut hat. Für ihn gibt es keinen schöneren Ort als diesen: direkt am Fluss. Genau dort sitze auch ich, genieße einen frisch gepressten Saft auf der Terrasse und beobachte, wie auf der gegenüberliegenden Seite Affen durch die Bäume turnen, während Kinder lachend auf großen Reifen ins Wasser springen.

Ein zweitägiges Dschungel-Trekking führt mich tief in den Regenwald – und ich muss nicht lange warten, bis ich die ersten Orang-Utans entdecke. Zwei von ihnen haben es sich nahe des Parkeingangs in den Baumwipfeln gemütlich gemacht. Unsere Guides lassen uns viel Zeit zum Beobachten, denn nichts ist hier garantiert. Doch wir haben Glück: Während der Wanderung begegnen wir noch drei weiteren Weibchen mit ihrem Nachwuchs. Unser Guide kennt sie alle beim Namen – Orang-Utans zu schützen und Gästen die Natur näherzubringen, ist sein Beruf und seine Leidenschaft.

Die Nacht verbringen wir in einfachen, sehr rustikalen Bungalow-Zelten. Auf dem Weg zum „Klozelt“ sitzt ein fast zwei Meter langer Waran träge auf einem Ast und mustert mich neugierig. Im Fluss wasche ich mir den Schweiß des Tages ab und beobachte bei Einbruch der Dunkelheit fasziniert die Einheimischen, die mit Taschenlampe im Mund und bloßen Händen in den Stromschnellen nach Fischen greifen. Am nächsten Tag landen diese frisch gefangen auf unseren Tellern. Anschließend lasse ich mich – wie viele andere auch – entspannt auf großen Reifen den Fluss zurück nach Bukit Lawang treiben, ein Lächeln im Gesicht und die Kamera voller Bilder: vier verschiedene Affenarten, exotische Vögel und natürlich die unvergesslichen Orang-Utans.

Meine Reise auf Sumatra führt mich weiter auf den Vulkan Sibayak, zu den Sipiso-Piso-Wasserfällen – den höchsten des Landes – und schließlich zum Lake Toba auf die Insel Samosir. Hier tickt das Leben langsamer, ruhiger, gelassener.


Java – Vulkane, Tempel und tosende Wasserfälle

Mit einem kurzen Flug geht es weiter nach Java. Die Insel empfängt mich mit mächtigen Vulkanen und jahrhundertealten Tempelanlagen. Java gilt als dicht besiedelt – und während meiner Zugfahrt von Yogyakarta nach Malang wird mir das sehr bewusst. Ursprünglicher Wald ist selten, stattdessen ziehen sich Reisfelder und Maniokplantagen bis zum Horizont, durchzogen von Dörfern und Städten.

Dann aber bin ich da: am Tumpak-Sewu-Wasserfall, mitten in tropischer Natur. Ob ich in meinem Leben schon einmal einen schöneren Wasserfall gesehen habe? Ich glaube nicht. In einem weiten Halbkreis stürzen unzählige Wasserstrahlen in die Tiefe, als würden sie direkt aus dem Fels entspringen. Folgt man dem Tal, geht es durch Urwald, Höhlen und vorbei an weiteren Kaskaden. Wasser ist hier allgegenwärtig – trocken bleibt garantiert niemand. Eine erfrischende Erfahrung!

Zwei Tage später besuche ich den Mount Bromo. Hier zeigt sich allerdings auch die Schattenseite des Tourismus: Der Sonnenaufgang gilt als einer der schönsten der Welt – und entsprechend strömen täglich hunderte Besucher bereits um zwei Uhr morgens zu den Aussichtspunkten, Staus und Gedränge inklusive. Somit steht fest: Auf unserer schulz-Reise besuchen wir den Nationalpark zu einer anderen Zeit, denn auch der Sonnenuntergang ist hier atemberaubend – und deutlich ruhiger. Die Vulkanlandschaft liegt dann fast menschenleer da und entfaltet ihre ganz eigene, stille Schönheit.


Indonesien selbst erleben

Auf unserer Reise „Der Zauber von Indonesien: Sumatra, Java und Karimunjawa“ laden wir Sie ein, diese Vielfalt selbst zu entdecken: Lassen Sie sich von den Orang-Utans auf Sumatra berühren, wandeln Sie durch geschichtsträchtige Tempelanlagen auf Java und tauchen Sie ein in die Magie des Tumpak-Sewu-Wasserfalls. Für Schnorchel-Abenteuer und echtes Paradiesinsel-Feeling erwartet Sie das abgelegene Karimunjawa – ein Ort, den ich mir für meine nächste Indonesienreise aufgehoben habe.

Reisetermine:
18.04.–10.05.26 (bereits in der Kleingruppe gesichert)
05.09.–27.09.26
03.10.–25.10.26 (bereits gesichert)

… und tolle Landschaften lassen mich noch immer von Indonesien schwärmen!