Frank Schulz zurück aus der Sahara!

01 Idaren bei Iherir (2)
Sanddünen zwischen Gelb und Tiefrot, fantastische Felsformationen und Plateaus, prähistorische Grabanlagen, Gravuren und Malereien, grüne Akazien in den Wadis … da war es wieder, das Abtauchen in eine faszinierende Wüstenwelt, die mit kaum etwas vergleichbar ist und in der wir die restliche Welt ein Stück weit vergessen konnten.

Kaum angekommen in Djanet, 2000 km(!) südlich von Algier gelegen, erwarteten uns die Dünen bei unserer ersten Übernachtung. Was für ein Gefühl – vertraut und doch ewig weit zurückliegend. Erinnerungen wurden wieder wach an unsere vielen Reisen in diesem Land, die im Frühjahr 2003 zum Erliegen kamen – durch Entführungen im gleichen Jahr und Ereignisse vor allem in der malischen Wüste. Nun, im Oktober 2017, unser Wiederanfang: Mit einer kleinen Gruppe brach ich auf zu den absoluten Highlights der Sahara: Tassili n’Ajjer und Tadrart! Wir wussten durch unseren langjährigen Partner vor Ort um die sichere Lage, die durch die algerische Wüstenpolizei und das Militär gewährleistet ist, und dank der bereits einige Gruppen die Sahara bereisten. Noch sind einige Gebiete für Touristen gesperrt, u.a. das als größtes Freilichtmuseum bezeichnete Felsplateau um/bei Jabberen und Sefar. Doch die traumhaft schönen Gebiete südlich des Plateaus, die in das Dünenmeer des Erg Admer übergehen, sind offen. Die Verbindung zwischen Illizi und Djanet bildet inzwischen eine feste Straße und in einigen Oasen gibt es neuerdings sogar Internetverbindung.

Unsere Reise führte als erstes zur Oase Iherir, ca. 200 km westlich von Djanet. Kurz davor machten wir einen Abstecher zu einer eher unscheinbaren Felsplatte, auf der eine der wirklich schönsten Steingravuren zu sehen ist: die „schlafenden Gazelle“, u.a. auf einem algerischen Geldschein abgebildet und in natura an Schönheit nicht zu übertreffen. Zahlreiche weitere 2.000 bis 10.000 Jahre alte Gravuren und Malereien folgten im Laufe dieser zweiwöchigen Reise, gepaart mit fantastisch anmutenden Felsformationen, die in überraschend große, in gelb-rotem Farbspiel schwelgende Sanddünen übergingen. Die Sahara gleicht einem Rausch der Sinne, ob Tag oder Nacht. Der tägliche Aufbau unseres Nachtlagers am frühen Abend entlockte uns immer wieder ein „Noch schöner als gestern!“, und stets standen in der wärmenden Glut die Kannen mit Tuareg-Tee. Diesen genossen wir, bevor wir in den Schlafsack krochen und unsere Blicke zum Sternenhimmel erhoben. Und er ließ uns zum Ende der Reise bereits von einer Wiederholung träumen …

Nach über 15 Jahren können wir unseren langjährigen Tuareg-Partner Seddik Meheri wieder auf unseren Reisetagen im Januar 2018 begrüßen. Und natürlich werden wir von dieser wiederbelebten fantastischen Wüstentour und unseren Reise-Varianten berichten.

Alle Infos: www.schulz-aktiv-reisen.de/ALG77

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